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Spielbericht

Tischtennis: BVB setzt sich mit Rekorden in oberer Tabellenhälfte fest

Borussia Dortmunds Tischtennisspieler sorgen in der Tischtennis-Bundesliga weiter für Furore. Nach ihrem Coup gegen Champions-League-Sieger 1. FC Saarbrücken-TT gewannen die Schwarzgelben auch beim ASC Grünwettersbach und liegen in der oberen Tabellenhälfte durch ihren vierten Erfolg nacheinander mittlerweile in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Play-off-Plätzen.

Einmal mehr erwies sich beim ersten BVB-Erfolg gegen den früheren Pokalsieger nach drei vergeblichen Versuchen Adam Szudi mit der Beteiligung an zwei Punkten als spielentscheidender Faktor für das Team von BVB-Trainer Evgeny Fadeev. Neben dem Ungarn, der zum dritten Mal in Serie sowohl im Einzel als auch im Entscheidungsdoppel mit Cedric Nuytinck als Gewinner aus der Box ging, sammelte auch Führungsspieler Kristian Karlsson nach Nuytincks Auftaktniederlage einen Zähler für die Gäste ein. Kurzfristig hatte sich Fadeev vor dem Spiel im Karlsruher Vorort entschieden, seinen Top-20-Spieler Anders Lind nach den Strapazen der Rückreise vom WTT-Turnier in Doha zu schonen.

„Wir haben mit allen Entscheidungen alles richtig gemacht. Die ganze Mannschaft hat wieder als Team überzeugt. Das war eine starke Leistung“, sagte Fadeev nach dem etwas mehr als zweieinhalbstündigen Spiel. Dortmunds Tischtennis-Chefin Ulla Reitemeyer betonte gleichfalls die Qualität des BVB-Kaders in der Breite: „Wir sind an allen Positionen zu einem großartigen Team zusammengewachsen.“

Auch Szudi machte aus seiner Zufriedenheit mit der gelungenen Revanche seiner Mannschaft für die 1:3-Hinspielniederlage kein Hehl: „Wir haben“, sagte der 29-Jährige am Dyn-Mikrofon, „im Doppel in den letzten beiden Sätzen hart für jeden Punkt gekämpft, und deswegen bin ich sehr froh, dass wir dadurch auch das ganze Spiel gewinnen konnten. Mich freut auch, dass ich im Einzel weiter eine gute Form habe und der Mannschaft wieder einen Punkt sichern konnte.“

Der Erfolg markierte außerdem zwei Bestmarken in Dortmunds noch junger Bundesliga-Historie. Denn der schon vierte Saisonerfolg in einer fremden Halle bedeutete ebenso einen Vereinsrekord (Vorjahr: drei) wie die beachtliche Borussen-Serie von nunmehr auch vier Siegen nacheinander.

Wichtiger als alle Einträge in Rekordlisten ist für die Borussia die Tabellensituation nach dem siebten Saisonsieg. Durch den auf schon sechs Zähler ausgebauten Vorsprung auf die Abstiegszone rückte Fadeevs Mannschaft nach der 13. Runde bis auf zwei Punkte an das Spitzenquartett heran. Im Idealfall könnte Dortmund im Heimspiel am Samstag (15 Uhr, live bei Dyn) gegen den Tabellenvierten TTF Liebherr Ochsenhausen durch einen weiteren Erfolg im direkten Duell am Titelverteidiger vorbeiziehen.

Doch obwohl das BVB-Team zum Saisonauftakt das Hinspiel am Tisch des Meisters mit 3:1 für sich entschieden hatte, will Fadeev das Saisonziel für seine Mannschaft nicht nach oben korrigieren: „Es ist schön zu sehen, wo wir im Augenblick stehen, und wir genießen das auch. Aber für uns bringt der Sieg erstmal nur zwei weitere Punkte Abstand nach unten.“

Dabei traten seine Spieler in Grünwettersbach aufgrund des Selbstvertrauens durch die Siege in den vorherigen drei Spielen durchaus spürbar mit Ambitionen an. Zwar blieb Nuytinck gegen ASC-Winterzugang Tom Jarvis mit 0:3 erneut der erste Saisonsieg verwehrt, aber danach stellten Karlsson und Szudi die Weichen zum Dortmunder Sieg. Ex-Doppelweltmeister Karlsson nahm dabei gegen Tiago Apolonia in vier Sätzen Revanche für seine Hinspielniederlage, und Szudi blieb durch den vierten Erfolg in seinen vergangenen fünf Einzelmatches mit 3:0 den nach einer Rückenoperation zurückgekehrten Nationalspieler Ricardo Walther im angebrochenen Jahr als einziger aller bislang eingesetzten Spieler ungeschlagen.

Anschließend ließ Karlsson, der etwas früher als Lind aus Katar heimgekehrt war, beim 0:3 gegen Jarvis die erste Gelegenheit zum Gewinn des gesamten Spiels noch ungenutzt. Als eine Bank für den BVB erwies sich jedoch erneut das Doppel: Szudi und Nuytinck blieben beim 3:1 gegen Apolonia/Walther insgesamt ungefährdet. Für Dortmund bedeutete der Sieg des Duos den dritten Saisonerfolg in bisher vier Entscheidungsdoppeln.

Tischtennis, Bundesliga, 13. Spieltag:

ASC Grünwettersbach - BV Borussia 09 Dortmund

Tom Jarvis (WR: 60) - Cedric Nuytinck (WR: 109) 3:0 (11:9, 11:8, 11:4)

Tiago Apolonia (WR: 94) - Kristian Karlsson (WR: 38) 1:3 (11:2, 4:11, 7:11, 8:11)

Ricardo Walther (WR: 44) - Adam Szudi (WR: 431) 0:3 (5:11, 4:11, 5:11),

Jarvis – Karlsson 0:3 (6:11, 4:11, 8:11)

Apolonia/Walther - Szudi/Nuytinck 1:3 (8:11, 11:9, 5:11, 9:11)

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