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Zum 60. Geburtstag von Thomas Treß
Thomas Treß, geboren am 31. Januar 1966 in Riedlingen (Oberschwaben), studierte Betriebswirtschaftslehre, arbeitete von 1993 bis 1999 für die PWC Deutsche Revision AG in Köln, von 1999 bis 2005 für Rölfs Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zunächst als Mitarbeiter, dann als Generalbevollmächtigter, schließlich als Niederlassungsleiter. Hier war er federführend an der Sanierung des BVB beteiligt. Seit 11. Oktober 2005 ist er Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA.
Um den hoch verschuldeten BVB zu retten, verhandelten Thomas Treß und Hans-Joachim Watzke ab Anfang 2004 mit diversen Gläubigern sowie potenziellen neuen Investoren. Zudem professionalisierte Treß die Managementstrukturen, die Planungsprozesse und die Markenführung. Fortan flankierten steigende Umsätze, bessere Transparenz und schnellere Entscheidungen die finanzielle Gesundung des Klubs: „Ich bin gelernter Wirtschaftsprüfer, habe den Beruf 13 Jahre betrieben und habe nicht mein Gehirn ausgeschaltet, als ich bei Borussia Dortmund übernommen habe.“ Er weiß aber auch, dass ein Fußballklub nicht rein nach ökonomischen Gesichtspunkten geführt werden kann. „Die Fans“, sagt Treß, „sind unsere emotionale und ökonomische Basis des Erfolgs.“
Dass er „nicht aus der Welt des Fußballs“ kommt, daraus macht der nun 60-Jährige keinen Hehl. Dass sich dieser Sport, dieses Geschäft, nicht auf mathematische Gleichungen reduzieren lässt, hat er ebenfalls erkannt. Als „faszinierend“ beschreibt er „die Gelbe Wand“, und nahe Beobachter berichten, dass er auf der Tribüne schon seit vielen Jahren genauso enthusiastisch mitfiebert wie jeder andere auch. Gleichwohl betont der Kunst-Liebhaber: „Eine gesunde Distanz sollte erhalten bleiben, um den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren.“ Auch sieht er sich nicht gerne im Blick der Öffentlichkeit. Denn erstens: „Der Finanzchef steht grundsätzlich nicht im Fokus, beziehungsweise sollte er es nicht tun, da in diesem Fall meist Sorge angebracht wäre.“ Und zweitens: „Unser Managementteam würde nicht so gut funktionieren, wenn der CFO ein großes Geltungsbedürfnis in der Öffentlichkeit hätte.“ Die Glückwünsche der BVB-Familie sind ihm gewiss. (br)