Vorbericht
Die Fakten zum BVB-Spiel in Frankfurt
Ausgangslage: Schwarzgelb hat saisonübergreifend nur eine der zurückliegenden 23 Bundesliga-Partien verloren (am 7. Spieltag mit 1:2 in München). Danach folgten wieder acht Bundesliga-Spiele ohne Niederlage (fünf Siege, drei Unentschieden). Die Zwischenbilanz mit 32 Punkten aus 15 Spielen ist die beste seit sieben Jahren. Vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt nur 25 Zähler. Frankfurt steht nach 15 Spieltagen mit 25 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Die Eintracht gewann nur eines ihrer vergangenen sechs Pflichtspiele. Diesen Erfolg gab es im jüngsten Heimspiel, als am 14. Spieltag der FC Augsburg mit 1:0 besiegt wurde.
Heim/Auswärts: Mit vier Siegen, einem Unentschieden (gegen Wolfsburg) und zwei Niederlagen (gegen Union und Bayern) rangiert Eintracht Frankfurt auf Platz sieben der Heimtabelle. Vier Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage lautet die Auswärts-Ausbeute von Borussia Dortmund. Nur Bayern München (19) holte mehr Punkte in der Fremde als der BVB (15).
Bilanz: Der BVB gewann nur gegen die SGE schon 51 Bundesliga-Partien und schoss gegen die Eintracht auch die meisten Treffer (202). Von den jüngsten 17 Bundesliga-Duellen gegen Frankfurt wurden nur zwei verloren: 1:2 am 27. Spieltag 2020/21 in Dortmund sowie 0:2 in der vergangenen Saison in Frankfurt. Elfmal und damit so häufig wie gegen keinen anderen Klub siegte der BVB gegen die SGE nach einem 0:1-Rückstand.
Statistik: Die Eintracht musste an den ersten 15 Spieltagen 30 Gegentore hinnehmen (nur Heidenheim mehr) – so viele zum gleichen Zeitpunkt waren es zuletzt vor 41 Jahren. Bereits elfmal leisteten sich die Hessen in dieser Saison einen Ballverlust vor einem Gegentor. Die Borussen mussten dagegen erst zwölf Gegentore hinnehmen. So wenige nach 15 Runden waren es letztmals 2010/11 (neun) bzw. 2011/12 (zehn).
Vergangene Saison: Der BVB zeigte sich engagiert, traf in der neunten Minute durch Serhou Guirassy den Pfosten, musste dann aber einen Gegentreffer von Hugo Etikite hinnehmen (18.). Nach der Pause drückte Schwarzgelb auf den Ausgleich, um eine Fußspitze verpasste Guirassy Coutos scharfe Hereingabe und damit das mögliche 1:1 (59.), fing sich aber in der Nachspielzeit das 0:2 durch einen Frankfurter Konter, vollendet durch Højlund.
Höchster Auswärtssieg: Zweimal siegte der BVB mit 4:0 am Main. Am 6. Juni 1981 trafen Werner Schneider, Atli Edvaldsson sowie Rüdiger Abramczik zwischen der 12. und der 17. Minute zu einer schnellen 3:0-Führung, nach genau einer halben Stunde und Hans-Joachim Wagners Treffer zum 0:4 stand vor 13.000 Besuchern der Endstand bereits fest. Sechs Jahre später kamen zwar auch nur 20.000 Fans, diese aber deutlich mehrheitlich aus Dortmund und sahen am 17. Juni 1987 späte Tore von Norbert Dickel (60.), Ingo Anderbrügge (63.) sowie Frank Mill (88./89.). Der BVB baute damit seinen Sechs-Tore-Vorsprung auf das punktgleiche Werder Bremen aus und beendete die Saison 1986/87 ein Jahr nach dem Beinahe-Abstieg auf Tabellenplatz vier.
Zusammengestellt von Boris Rupert