Vorbericht
Handballerinnen empfangen Topklub Metz
Ausgangslage
Die Französinnen rangieren mit 20 Punkten auf Platz zwei hinter Györi Audi ETO KC (22 Punkte) und haben einen direkten Viertelfinal-Platz so gut wie sicher. Der BVB dagegen kämpft mit acht Zählern auf Platz sechs um den Einzug in die Play-offs. Mit einem Punkt wären die Borussinnen sicher weiter. Größter Konkurrent ist Storhamar HE auf Rang sieben. Die Norwegerinnen haben vier Punkte weniger als der BVB, weisen dafür aber das bessere Torverhältnis auf. Und auch das Restprogramm ist für Storhamar leichter. Während der BVB mit den Partien gegen Metz und zum Abschluss gegen Györ zwei dicke Brocken vor der Brust hat, tritt Storhamar bei Schlusslicht Budocnost und gegen Gloria Bistrita an. „Im Hinspiel haben wir bis zur Pause gut mitgehalten, lagen am Ende aber deutlich hinten. Nicht umsonst ist Metz seit Jahren Dauergast in der Finalrunde der EHF Champions League“, erklärt BVB-Trainer Henk Groener.
Personal
Keine Bewegung gibt es auf der Verletztenliste des BVB. Alicia Langer, Lois Abbingh, Lena Hausherr und Lara Müller stehen nicht zur Verfügung. „Wir wollen uns auf jeden Fall gut aus der Affäre ziehen. Unser Vorteil ist, dass wir befreit aufspielen können. Aber natürlich wissen wir auch, dass die Belastungen der englischen Wochen sehr viel Kraft gekostet haben. Wir spüren jetzt besonders die Ausfälle Lois Abbingh und Alicia Langer im Rückraum“, sagt Henk Groener.
Gegner
Die Mannschaft aus dem Nordosten Frankreichs liegt nicht nur in der Gruppe A der EHF Champions League auf Rang zwei, sondern auch in der französischen Liga (hinter Brest Bretagne). Bei der Frage, auf welchen Positionen Metz am besten besetzt ist, zählt BVB-Coach Henk Groener gleich eine ganze Liste auf. „Metz beherrscht extrem gut das Anspiel an den Kreis, wo mit Sarah Bouktit eine treffsichere Kreisläuferin wartet. Ihre 75 Tore sprechen für sich. Wirklich gut ist auch das Tempospiel, dazu kommt eine starke, bewegliche und sehr offensive Abwehr mit der Ex-Ludwigshafenerin Xenia Smits und der schwedischen Torfrau Johanna Bundsen als Herzstück der Mannschaft.“ Trainer Emmanuel Mayonnade kann insgesamt auf erstklassig besetzte Position im Rückraum und am Kreis zurückgreifen.
Wiedersehen für Grijseels
Alina Grijseels freut sich auf ein Wiedersehen mit ihren Ex-Teamkameradinnen, weiß aber gleichzeitig auch um die Schwere der Aufgabe. Die 29-Jährige wechselte in der Saison 2023/24 vom BVB zu den Französinnen, um ein Jahr später ihre Karriere in Bukarest fortzusetzen, im Sommer 2025 kehrte sie dann wieder zu ihrer Borussia zurück. An Metz habe sie nur positive Erinnerungen, so Grijseels. Genau wie Henk Groener siedelt sie die Gegner leistungsmäßig ganz weit oben in Europa an. „Metz ist immer in der Lage, um den Einzug ins Final4 zu spielen“, so Grijseels. „Unsere Abwehr muss stehen. So wie in der ersten Hälfte gegen Storhamar. Und wir dürfen uns keine unnötigen Fehler im Angriff erlauben. Die nutzt Metz mit einem unglaublichen Tempohandball konsequent und sehr erfolgreich aus. Aber wir haben nichts zu verlieren, wir wollen ein gutes Spiel abliefern, der Druck liegt auf Metz.“