Vorbericht
Tischtennis: BVB will Lauerstellung festigen
Ausgangslage
Der BVB befindet sich mit einem ausgeglichenen Punktekonto vor den letzten sechs Hauptrundenspielen in der oberen Tabellenhälfte. Anhaltende Blicke nach unten haben sich durch Borussias Erfolgsserie von fünf Siegen im Dezember und Januar erübrigt, die Play-off-Zone mit den vier Halbfinalplätzen allerdings ist zumindest momentan nach den jüngsten beiden Niederlagen bei vier Punkten Rückstand nicht mehr in unmittelbarer Schlagdistanz.
Dennoch lässt Dortmunds Trainer Evgeny Fadeev keineswegs die Zügel schleifen. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel schauen, um da zu sein, wenn sich Chancen ergeben. Auch wenn man, wie wir jetzt gelernt haben, schnell fünfmal nacheinander gewinnen und trotzdem danach zwei Spiele in Folge verlieren kann, bringen Zielsetzungen in Abhängigkeit von Ergebnissen anderer Mannschaften nicht viel. Wenn etwas möglich werden soll, wird es möglich“, meint der frühere Profi zur Ausgangsposition.
Personal
Grundsätzlich kann Fadeev mit seinem kompletten Kader planen. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Kristian Karlsson: Der ehemalige Doppel-Weltmeister spielt seit Freitag beim Star Contender der WTT-Serie in Chennai und könnte im Falle eines erfolgreichen Turnierverlaufs auch noch am Sonntag in Indien gefordert sein. „Ich werde vor einer Entscheidung für eine Aufstellung abwarten, wann Kristian wieder bei der Mannschaft sein kann“, kündigt Fadeev eine relativ kurzfristige Nominierung an.
Gegner
Bad Homburg erscheint in der laufenden Saison als eine Wundertüte. Die Hessen, die das Hinspiel gegen die Borussen 1:3 verloren, haben bisher schon für einige Überraschungen gesorgt, vor allem durch ihre Qualifikation für die Pokalendrunde durch einen 3:2-Coup im Viertelfinale gegen Rekordgewinner Borussia Düsseldorf. Darüber hinaus hat Karlssons Ex-Klub in der Liga einerseits zwar auch schon Champions-League-Sieger 1. FC Saarbrücken-TT sowie die Play-off-Anwärter Bergneustadt und TTC RS Fulda-Maberzell düpiert, konnte jedoch andererseits nach zuletzt nur einem Sieg aus drei Spielen die Zweifel am Klassenerhalt noch nicht endgültig beseitigen. Insgesamt hat Fadeev vor Dortmunds letztjährigem Mitaufsteiger, der zuletzt zwei Heimspiele nacheinander nicht gewinnen konnte, angemessenen Respekt. „Bad Homburg ist eine Mannschaft ohne richtige Stars, das macht sie aber umso gefährlicher, denn sie lassen sich überhaupt nicht ausrechnen.“
Homburgs Trainer Helmut Hampl hat sich als Entdecker und Förderer deutscher Asse wie Ex-Weltmeister Jörg Roßkopf, Ikone Timo Boll oder auch Top-10-Spieler Patrick Franziska weit über Deutschlands Grenzen einen exzellenten Ruf erarbeitet. Mit Boll und Roßkopf gewann er beim TTV Gönnern auch zweimal die Champions League. Nach Stationen beim ehemaligen Bundesligisten TG Hanau und beim deutschen Verband in der Nachwuchsausbildung trägt Deutschlands wohl bekanntester Trainer in Bad Homburg die sportliche Verantwortung.