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Spielbericht

Tischtennisspieler verlieren gegen Grenzau

Borussia Dortmunds Tischtennisspieler haben das Gastspiel beim TTC Zugbrücke Grenzau mit 1:3 verloren und sind damit im Rennen um einen Platz beim Final Four zurückgefallen. Vor dem Auftritt von Spitzenreiter Borussia Düsseldorf in der Brügmann-Halle schon am Dienstag (19 Uhr, zu den Tickets, live bei Dyn) und den drei nachfolgenden Spielen im Saisonendspurt rangieren die Schwarzgelben sechs Punkte hinter dem Tabellenvierten TTC Schwalbe Bergneustadt.

Personalien
Der BVB war ohne seinen Top-20-Spieler Anders Lind in den Westerwald gereist. Der Däne hat trotz seiner individuellen Klasse durch sein Spielsystem zu viele Schwierigkeiten gegen die meisten Grenzauer Spieler, sodass sein Einsatz wenig Vorteile gebracht hätte. Neben Lind ließ Fadeev auch den zuletzt formstarken Adam Szudi nicht nur wegen eines Infekts pausieren, sondern auch, um Grenzaus Spitzenspieler Feng Yi-Hsin im Eröffnungsspiel mit Alberto Mino als Gegner zu überraschen. Entsprechend stellten sich Kristian Karlsson und Cedric Nuytinck an den Positionen zwei und drei praktisch von selbst auf.

Spielverlauf
Nach Minos Auftaktniederlage in vier Sätzen trotz einer lange überzeugenden Vorstellung stellte Karlsson gegen Maciej Kubik durch eine souveräne Leistung über vier Sätze den Ausgleich her. Die Begegnung entwickelte sich jedoch nach der Pause zu Ungunsten der Borussen. Zwar konnte Nuytinck gegen Antispin-Spezialist Luka Mladenovic noch einen 0:2-Satzrückstand aufholen, zog aber im entscheidenden fünften Durchgang nach einem auch von Pech geprägten Spiel den Kürzeren. Der Druck durch den abermaligen Rückstand bereitete Karlsson danach im Spitzenspiel gegen Feng zunächst keine Probleme, und bei einer 2:0-Führung schien der Schwede sein Team auch ins Schlussdoppel bringen zu können. Plötzlich jedoch wurde der Asiate immer stärker, wehrte im vierten Durchgang sogar einen Matchball des Dortmunder Ex-Weltmeisters ab und drehte im fünften Satz das Match vollends zur Entscheidung für Grenzau.

Stimmen
Trainer Evgeny Fadeev: „Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber uns war auch bewusst, dass Grenzau besser ist als sein Tabellenplatz im Keller, besonders durch Feng. Er hat gegen Kristian eine sehr hohe Qualität gezeigt und in der entscheidenden Phase praktisch jeden Ball getroffen. An die Final-Four-Plätze können wir aber auch insgesamt nicht herankommen, weil die Mannschaften oben einfach weiter gewinnen und keine Punkte verlieren. Deswegen bin ich zwar traurig über unsere Niederlage, kann das aber auch als normal werten.“

Ausblick
Nach der Rückkehr aus Grenzau bleiben Fadeevs Mannschaft nicht einmal 20 Stunden zur Erholung für das Prestigeduell mit Düsseldorf. Trotz dieser Belastung kündigte der Coach für das drittletzte Heimspiel der Saison mit Blick auf den Kampf um das Final-Four-Ticket vollen Einsatz seines Teams für die zumindest noch theoretisch mögliche Qualifikation für das Halbfinale an: „Düsseldorf wird uns nichts schenken, denn sie wollen Erster der Hauptrunde werden. Wir werden es aber trotzdem versuchen, gegen diesen schweren Gegner eine Überraschung zu schaffen.“

TTC Zugbrücke Grenzau – BV Borussia 09 Dortmund 3:1

Feng Yi-Hsin (WR: 50) – Alberto Mino (WR: 307) 3:1 (7:11, 11:4, 11:9, 11:4)
Maciej Kubik (WR: 156) – Kristian Karlsson (WR: 38) 1:3 (10:12, 11:6, 3:11, 7:11)
Luka Mladenovic (WR: 83) – Cedric Nuytinck (WR: 105) 3:2 (11:8, 11:9, 9:11, 9:11, 11:7)
Feng – Karlsson 3:2 (11:13, 8:11, 11:9, 12:10, 11:5)

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