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Spielbericht

Handball-Damen bezwingen Göppingen in letzter Sekunde

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund bleiben auch am 20. Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen in der Erfolgsspur. Das drittletzte Spiel vor dem Ende der Hauptrunde bei FRISCH AUF Göppingen am Mittwochabend gewann der Spitzenreiter aus Dortmund hauchdünn mit 33:32 (16:15) vor 1.660 Zuschauern in der Göppinger EWS-Arena. Die Schwarzgelben taten sich lange schwer gegen den Tabellenneunten und kamen erst mit dem Schlusspfiff zum erlösenden Siegtor durch die reaktionsschnelle Alina Grijseels.

Personal
Auch im Endspurt der Hauptrunde musste BVB-Coach Henk Groener auf die Langzeitverletzten Lois Abbingh, Lara Müller und Lena Hausherr verzichten. Alina Grijseels war fit, nachdem sie beim Final4 in Stuttgart nach einem Foul mit dem Hinterkopf auf den Hallenboden geschlagen war. Auch Lara Egeling gab ihr Go für einen Einsatz. Sie war im Finale gegen Bensheim/Auerbach umgeknickt. Dagegen fehlte Alieke van Maurik. Auch die Niederländerin war im Pokalfinale mit dem Kopf auf die Platte geknallt.

Spielverlauf
Der Auftakt des BVB verlief zäh und war kein Vergleich zu den Auftritten im Final4. Bis zum 5:5 war der BVB allein durch drei Siebenmeter erfolgreich. Alina Grijseels erwies sich als absolut sichere Schützin. Die Abwehr stand kompakt, im Angriff fehlte noch etwas die Ballsicherheit. 

Ausnutzen konnte Göppingen, das auf die verletzte Ex-Borussin Haruno Sasaki verzichten musste, diese leichte Anfangsschwäche des BVB dennoch nicht. Nach einer Viertelstunde erhöhte Alina Grijseels erneut per Siebenmeter auf 8:6. Auf der anderen Seite parierte BVB-Torfrau Melinda Szikora im Gegenzug einen Siebenmeter durch Lara Däuble. Erstmals mit drei Toren Vorsprung führte der BVB durch einen schönen Rückraumwurf von Guro Nestaker (11:8, 20.). Was nichts heißen sollte. Durch einen Fünf-Tore-Lauf drehte Göppingen die Partie und lag nach 25 Minuten mit 13:11 vorn. Verständlich, dass Borussen-Coach Groener umgehend Gesprächsbedarf anmeldete. Danach lief es besser. Guro Nestaker kam mehr und mehr auf Betriebstemperatur, erzielte nach ihrer Einwechslung in der 20. Minute drei schöne Treffer. Dana Bleckmann erhöhte kurz vor dem Pausenpfiff auf 16:15.

Im zweiten Durchgang erhöhte der BVB das Tempo. Alina Grijseels blieb ebenso wie Lara Egeling auf der Bank, Lisa Antl rückte an den Kreis für Emma Olsson. Bleckmann, Nestaker und Vollebregt brachten den BVB mit 19:15 in Führung, Göppingen hatte große Probleme gegen die gut arbeitende BVB-Abwehr. Im Angriff schaltete und waltete Nestaker nach Belieben und ließ sich auch durch die großgewachsene Luisa Schulze im Mittelblock nicht stoppen. Mit vier Toren in Folge brachte sie die Schwarzgelben mit 24:20 (40.) in Führung.

Eine Viertelstunde vor Schluss führte die Mannschaft von Coach Groener mit drei Toren beim Stand von 26:23. In Minute 50 hieß es nur noch 27:26 durch den Anschlusstreffer von Luisa Schulze. Umgehend kamen Grijseels und Egeling zurück. Dennoch glich Göppingen zum 27:27 (52.) aus. Fünf Minuten vor dem Ende gingen die Gastgeberinnen zum ersten Mal in Führung (30:29), Grijseels schaffte den Anschlusstreffer zum 31:32 (58.), während Deborah Lassource 90 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter zum 32:32 ausglich. Die letzte Minute hatte es in sich. 24 Sekunden vor dem Ende nahm Groener die letzte Auszeit. Den erlösenden Treffer zum 33:32 schaffte schließlich Grijseels in der letzten Sekunde mit einem Überraschungswurf unter die Latte.

Stimme 
Trainer Henk Groener: „Wir haben schon in der ersten Hälfte gespürt, dass die Energie fehlt. Wir kamen gut aus der Kabine, führten mit fünf Toren, dann kam der Einbruch. Alle waren richtig platt nach dem Pokal-Wochenende. Dennoch haben wir uns zurückgekämpft, haben die letzten Kräfte mobilisiert und schaffen noch den Siegtreffer mit dem Schlusspfiff. Wichtig war, dass wir keine Punkte haben liegenlassen.“

Ausblick
In der Alsco Handball Bundesliga Frauen stehen noch die beiden letzten Spiele gegen den VfL Oldenburg (1. April in Wellinghofen, zu den Tickets) und gegen die HSG Blomberg-Lippe (4. April in Blomberg) auf dem Programm. Die nächste Aufgabe für die BVB-Damen ist das Achtelfinal-Hinspiel in der EHF Champions League gegen FTC-Rail Cargo Hungaria Budapest (22. März, 14 Uhr, Westpress-Arena Hamm, zu den Tickets). Das Rückspiel erfolgt am Samstag, 28. März, in Budapest.

BVB-Damen: Szikora, Wachter; Grijseels (6/4), Kusian, Antl (3), Langer, Kamp Nielsen, Lassource (3/2), Husebø (4), Olsson, Vollebregt (4), Nestaker (8), Egeling, Bleckmann (5), Menne

 

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