Vorbericht
U23 in Gütersloh auf hohem Niveau gefordert – Rios: „Reaktion zeigen“
Ausgangslage
Die Enttäuschung nach der Heimniederlage gegen Oberhausen war spürbar – schließlich riss eine Serie von zuvor sieben Spielen ohne Niederlage. „Es hat an Intensität und Überzeugung gefehlt“, analysierte Kapitän Tony Reitz selbstkritisch. Nur fünf Tage später bietet sich die Chance zur Wiedergutmachung. Als Tabellensechster reist die Borussia zum Vierten nach Gütersloh. „Ich bin überzeugt, dass wir es besser können. Das haben wir oft genug bewiesen“, betont Rios. Die Partie im Ohlendorf-Stadion im Heidewald markiert zugleich den Auftakt zu einem anspruchsvollen Restprogramm: Acht der verbleibenden zwölf Spiele bestreitet der BVB auswärts – darunter auch die Nachholspiele in Siegen und Mönchengladbach.
Personal
Die personelle Lage bleibt angespannt. Neben den bekannten Ausfällen muss Rios nun auch auf Nick Cherny und Bennedikt Wüstenhagen verzichten. Beide verletzten sich bereits vor dem Oberhausen-Spiel im Training. Mittelfeldspieler Cherny wird nach Einschätzung des Trainers länger fehlen: „Er war auf einem richtig guten Weg. Umso bitterer ist es, dass wir ihn nun nicht zur Verfügung haben.“ Bei Wüstenhagen ist die Diagnose weniger gravierend, dennoch rechnet Rios mit einer Pause von drei bis fünf Wochen.
Gegner
Als Vizemeister der Vorsaison wurde Gütersloh vor Beginn der Spielzeit als Mitfavorit auf den Titel gehandelt. Zehn Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Fortuna Köln haben die Ausgangslage im Aufstiegsrennen jedoch erschwert. Am vergangenen Spieltag gelang der Mannschaft von Trainer Julian Hesse nach zuvor zwei Niederlagen in Serie mit einem 1:0 beim SV Rödinghausen ein wichtiger Erfolg – trotz früher Unterzahl nach einer Roten Karte. „Gütersloh gehört – genau wie Oberhausen – zu den Top-vier-Teams der Liga“, so Rios. Mut macht das Hinspiel im September: Beim 2:1-Erfolg zeigte die Borussia eine ihrer stärksten Saisonleistungen.
Niedriges Durchschnittsalter
Gegen Oberhausen setzte Rios auf die bislang jüngste Startelf. Talente wie Samuele Inacio, Luca Reggiani, Mussa Kaba, Mathis Albert und Almugera Kabar drückten den Altersschnitt auf 19,27 Jahre. In dieser Konstellation hatte das Team zuvor weder gemeinsam trainiert noch gespielt. Rios wirbt um Geduld: „Natürlich sind Abläufe stabiler, wenn die Jungs Woche für Woche zusammenspielen. Aber wir haben uns bewusst entschieden, unsere Talente hochzuziehen und sie gegen solche Mannschaften Erfahrungen sammeln zu lassen. Davon sind wir als Verein überzeugt. Es ist ein Lernprozess für jüngere Spieler, dass nicht alles von der ersten Minute an funktioniert.“ Auch Kapitän Reitz weiß um die Herausforderungen: „Die Regionalliga ist keine einfache Liga – gerade für junge Spieler.“