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Vier Borussen, viele Emotionen: BVB-Quartett bei der Tischtennis-WM
Einen geschichtsträchtigen Erfolg konnte dabei zunächst Kristian Karlsson bejubeln: Mit dem Team des Olympia-Zweiten Schweden düpierte der ehemalige Doppel-Weltmeister in der Vorrunde den Abonnementssieger China durch den ersten Sieg der Skandinavier gegen die Asiaten seit 26 Jahren (3:2).
Allerdings wendete sich für Karlsson und seine Mannschaft das Blatt in der K.o.-Phase: Beim 3:0-Sieg gegen Ungarn im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale erlitt Karlsson kurz vor Ende seines Abschlussmatches im linken Oberschenkel eine Verletzung, machte seinen Sieg jedoch noch perfekt und brach danach hinter der Bande angesichts seines Malheurs in Tränen aus. Mit dem BVB-Spieler nur noch auf der Bank mussten die „Tre Kronor“ unerwartet schon im Viertelfinale durch ein 2:3 gegen Taiwan ihre Medaillenhoffnung begraben.
Ein persönliches Highlight erlebte Cedric Nuytinck an der Themse. Nach Belgiens Einzug in die Runde der besten 32 sorgte der Borusse beim 1:3 gegen den Olympiavierten Japan mit einem Viersatzsieg gegen den 103 Positionen höher notierten Weltranglistendritten Tomokazu Harimoto für eine der größten Sensationen im Turnierverlauf.
Wie Belgien schaffte auch Ungarn mit Dortmunds Saisonüberraschung Adam Szudi den erhofften Sprung aus der Vorrundengruppe in die K.o.-Runde. Nach Szudi-Zählern in allen Gruppenspielen gegen Usbekistan, Brasilien und Puerto Rico endete der Erfolgsweg der Magyaren vor dem Achtelfinale im Duell mit Schweden.
Ein Runde weiter kam Dänemark mit BVB-Profi Anders Lind. Mit weißer Weste und drei Erfolgen ihres Top-20-Spielers sowie einem 3:1 zum K.o.-Runden-Auftakt gegen Kanada erreichten die Nordeuropäer das Achtelfinale, in dem jedoch Taiwan zu stark war.