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2:1 in Dresden: Kagawa und Barrios treffen für eine spielstarke Borussia
"Wenn wir nach Hause kommen, soll das Training Wirkung erzielt haben", hatte Jürgen Klopp zum Abschluss des Trainingslagers in Stegersbach geäußert. Und tatsächlich präsentierte sich seine Mannschaft im drittletzten Testspiel vor dem Pflichtspielstart am 14. August bei Wacker Burghausen im DFB-Pokal auch schon in Halbzeit eins entschlossen und spielstark - und konnte nicht wie in den vergangenen Testspielen erst nach dem Seitenwechsel zulegen.
Bereits in der fünften Minute verzeichnete der BVB die erste Torchance. Nach Kagawas Flanke kam Lewandowski, der im 4-2-3-1-System der Borussen heute in vorderster Front agierte, freistehend zum Kopfball, traf das Leder aber nicht richtig und setzte es am Ziel vorbei. Keine zehn Minuten später war es Großkreutz, der die nächste Möglichkeit kreierte: Der offensive Mittelfeldspieler drang in den Strafraum ein, zog scharf ab und zwang Kirsten im Dynamo-Kasten zu einer ersten Glanzparade: Mit den Fingerspitzen lenkte Dresdens Torhüter den Ball über den Querbalken (13.). Sechs Minuten später zeigte Kirsten abermals sein Können, als er Lewandowskis Schuss zur Ecke abwehrte.
Der Drittligist kam erst Mitte der ersten Halbzeit erstmals gefährlich nach vorn, als sich Weidenfeller verschätzt hatte und Sahin zur Ecke klären musste. Daraus entwickelte sich ein Konter der Schwarzgelben aus Dortmund. Lewandowski bewies Auge und technische Klasse, als er Kagawa mustergültig auflegte und der Neuzugang aus Japan gegen die Laufrichtung des Torhüters einen perfekten Kopfballtreffer markierte (27.). Lewandowski und Kuba hatten in der Folge das 0:2 auf dem Fuß, doch Dynamos Kirsten zeigte sich als Meister seines Fachs. Auch angesichts des Eckenverhältnisses von 5:1 war die 1:0-Pausenführung des BVB hoch verdient.
Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte der BVB das Geschehen und hätte die Weichen frühzeitig auf einen klaren Sieg stellen können. Nach Kubas Flanke nagelte Lewandowski das Spielgerät aus elf Metern an die Torlatte, den Abpraller jagte Hajnal direkt zurück aufs Dresdener Tor, doch Kirsten parierte abermals mit einem
irren Reflex (50.). Fünf Minuten später tauchte der ebenfalls eingewechselte Götze vor dem Dresdener Tor auf, Kirsten jedoch konnte den Schuss mit dem linken Arm so eben noch ablenken. Kurz darauf probierte es Hajnal mit einem Heber kurz hinter der Mittellinie. Diesmal hatte Kirsten das Glück des Tüchtigen, konnte den Ball gegen die Latte lenken.
Wie aus heiterem Himmel kam Dresden zum Ausgleich. Bührers Kopfball nach einer Ecke konnte Weidenfeller noch parieren, doch der Nachschuss war drin, Gunderson hatte getroffen (65.). Der Drittligist drängte nun sogar auf den Führungstreffer, Hummels musste in höchster Not klären. Aber dann spielte der BVB einen klugen Konter über Kuba, der genau in die Nahtstelle der aufgerückten Abwehr spielte, und im Stile eines Torjägers schloss der eingewechselte Barrios mit dem 2:1 für den BVB ab (76.). Hajnal traf in der Schlussphase das Außennetz. Boris Rupert
BVB:Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Piszczek - Sahin (82. da Silva), Bender (72. Feulner) - Kuba (78. Hornschuh), Kagawa (46. Hajnal), Großkreutz (46. Götze) - Lewandowski (60. Barrios).
Tore: 0:1 Kagawa (27.), 1:1 Gundersen (65.), 1:2 Barrios (76.).