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Borussia Dortmund verliert im eigenen Stadion gegen Hertha BSC Berlin
Gegen kompakt stehende Berliner hatten die Borussen zwar mehr Ballbesitz und Präsenz im Mittelfeld. Der schwarzgelbe Kombinationsfluss wurde jedoch zumeist an der gegnerischen Strafraumgrenze gestoppt. So blieben Dortmunder Torchancen zu Beginn Mangelware. Anders die Gäste: Bei Ballgewinn schaltete Hertha blitzschnell um und tauchte in der Anfangsphase drei Mal gefährlich vor dem BVB-Tor auf. Während die Torabschlüsse von Torun (3.) und Ramos (8.) noch weit am Kasten von Weidenfeller vorbeigingen, touchierte der zweite Versuch von Torun in der 16. Minute den Außenpfosten.
Bis zur ersten BVB-Chance dauerte es 18 Minuten. Nach einer gefälligen Kombination wurde Kagawa an der Strafraumgrenze von Großkreutz bedient. Der
Schuss des Japaners flog aber ebenso knapp am Berliner Tor vorbei wie sein Kopfball nach einer Flanke von Piszczek (22.). Der BVB war feldüberlegen, tat sich aber weiterhin schwer, aus dem Spiel heraus zu Chancen zu kommen. Die bis dato beste Gelegenheit ergab sich aus einem Standard: Ein Freistoß von Gündogan aus 20 Metern konnte von Kraft noch aus der Ecke gefischt werden (28.). Der Hummels-Kopfball bei der anschließenden Ecke fiel dem Berliner Torwart genau in die Arme.
Die zweite Halbzeit begann mit neuer personeller Besetzung: Für Gündogan kam da Silva in die Partie. Die erste Szene gehört jedoch den Gästen. Rafael schnappte sich den Ball im Mittelfeld, marschierte durch die gesamte Dortmunder Hälfte auf Weidenfeller zu, der den ersten Schussversuch des Berliners noch abblocken konnte. Das Leder prallte jedoch unglücklich vor die Füße des mitgelaufenen Schmelzer und von dort zurück zu Rafael, der nur noch zum 0:1 einzuschieben brauchte (49.).
Zehn Minuten vor dem Ende dann die Entscheidung: Nach einer Berliner Ecke konnte Dortmunds Torwart den Kopfball von Mijatovic noch entschärfen. Der Ball fiel jedoch vor die Füße von Niemeyer, der den Ball aus kurzer Distanz ohne Mühe zum 0:2 über die Linie bugsierte (81.).
Als Lewandowski nach einem Freistoß von da Silva mit dem Kopf doch noch der 1:2-Anschlusstreffer gelang (88.), wurde es wieder spannend. Der BVB drängte auf den Ausgleich. Piszczek rutschte Sekunden vor dem Abpfiff an einer Flanke im Strafraum vorbei.