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"Jan Koller als Torhüter" aus "1997 bis 2005 - Ein Verein am Limit".
Dabei begann für die Gäste aus Westfalen zunächst alles nach Plan. Bereits in der 7. Minute konnte Koller die Führung markieren. Doch statt ihr Spiel fortzusetzen, zogen sich die Borussen mehr und mehr zurück und ließen sich in Nichtigkeiten verwickeln. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff sah Frings Gelb-Rot.
Nach einer guten Stunde gelang Santa Cruz der Ausgleich. Ein rotwürdiges Foul von Elber an Lehmann blieb ungeahndet. In der 66. Minute erzielte Pizarro die 2:1-Führung für die Gastgeber. Lehmann behauptete (fälschlicherweise) eine Abseitsposition des Torschützen und rannte bis zum auf Höhe der Mittellinie postierten Schiedsrichter Weiner, der den Protest mit Gelb bestrafte. Da der Keeper bereits einmal gelb gesehen hatte, musste Lehmann zum Vergnügen seines Nationalmannschafts-Konkurrenten Kahn das Feld verlassen.
Als Ersatz ging der lange Jan Koller zwischen die Pfosten, der im Duell neun Borussen gegen elf Bayern keinen weiteren Treffer zuließ und anschließend vom Kicker zum besten Spieler der Partie gekürt wurde.
Die nächste Niederlage kassierte der BVB am 14. Spieltag mit 0:2 beim VfL Wolfsburg. Nach Abschluss der Hinrunde rangierte der amtierende Meister mit sechs Punkten Rückstand auf den Rekordmeister auf Rang zwei.
Nach 24 Spieltagen war das Meisterschaftsrennen de facto bereits entschieden, denn zwischenzeitlich konnten die Bayern ihren Vorsprung auf 13 Punkte ausbauen. Die Borussen erwiesen sich als unbeständig. Beim Auftakt der Rückrunde verlor man in Berlin mit 1:2. Das folgende Heimspiel gegen die schwachen Leverkusener wurde zwar mit 2:0 gewonnen, doch nur eine Woche später gab es beim VfB Stuttgart mit 0:1 die nächste Niederlage, der ein 4:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum folgte. "Auf Schalke" spielte man unentschieden (2:2), gegen Rostock gewann man daheim mit 2:0, in Mönchengladbach unterlag man mit 0:1. Zu wenig um den Bayern auf den Pelz zu rücken.