Nachricht

Z für Z: Thomas Zetzmann ersetzt "Physio" Frank Zöllner

Mit unverändertem Kader geht Borussia Dortmund in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Eine Veränderung gibt es jedoch im "Team hinter dem Team". Nach 18 Jahren hat Physiotherapeut Frank Zöllner den BVB aus privaten Gründen verlassen. Sein Nachfolger wird Thomas Zetzmann. Der 39-Jährige reist heute ins Trainingslager nach Marbella nach und vervollständigt die medizinische Abteilung.

Frank Zöllner war der Dienstälteste im "erweiterten Team"; er war mit dabei, als der BVB 1995, 1996 und 2002 die Deutsche Meisterschaft gewann, 1997 die Champions League und den Weltpokal. Bereits seit 1992 hielten ihm die Kicker die Knochen hin. Am 31. Dezember 2009 endete der prägendste Abschnitt in Zöllners Berufsleben: Der Physiotherapeut schied auf eigenen Wunsch beim BVB aus und wechselte - der Familie zuliebe - zum VfL Bochum.
Nachfolger von Frank Zöllner wird Thomas Zetzmann, ebenfalls ein leidenschaftlicher Borusse. Der 39-Jährige betreute in den vergangenen zweieinhalb Jahren die zweite Mannschaft des BVB, für den er in Jugendjahren und als "Amateur" selbst die Schuhe geschnürt hatte. Nach einem achtjährigen Intermezzo bei Rot-Weiss Essen war Zetzmann 2007 zu Borussia Dortmund zurückgekehrt. "Ich freue mich sehr auf diese spannende Aufgabe", erklärt der Vollblut-Borusse.
"Von Hundert auf Null, das hätte ich nicht geschafft. Ich brauche den langsamen Entzug", begründet dagegen Frank Zöllner das auf dreieinhalb Jahre angelegte Engagement beim VfL, ehe er in die berufliche Selbständigkeit wechseln will. Bochums Trainer Heiko Herrlich, der von 1995 bis 2004 beim BVB spielte, hatte ihm den "sanften Ausstieg" schmackhaft gemacht. "Ich wohne praktisch beim VfL vor der Haustür, kann zwischen den Trainingseinheiten mittags schnell nach Hause und darf auch vor Heimspielen im eigenen Bett schlafen, da das Mannschaftsquartier nur wenige Minuten entfernt ist", erklärt der 41-Jährige, der mit mehr als einer Träne im Knopfloch den BVB verlässt: "Es war eine großartige Zeit mit tollen Menschen. Aber meine Familie kam in den letzten Jahren häufig zu kurz." Das soll sich nun ändern. Alles Gute, "Zölle"!
Boris Rupert

Weitere News