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Interview

Jobe Bellinghams erstes Interview als Borusse: „Das ist eine meiner größten Stärken“

Jobe Bellingham ist Borusse. In seinem ersten Interview mit BVB-TV nach seiner Vertragsunterschrift spricht der Mittelfeldspieler über die Hauptgründe für seinen Wechsel nach Dortmund, die BVB-Fans und seine kurz- und langfristigen Ziele in Schwarzgelb.

Jobe, herzlichen Glückwunsch: Du bist jetzt Spieler von Borussia Dortmund. Wie fühlt sich das an? 
„Es ist ein unglaubliches Gefühl. Es ist ein großes Privileg, denn es ist der Traum vieler Spieler – und seit einigen Wochen auch meiner. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.“

Es ist eine besondere Situation für Dich. Du kennst das Stadion, die Fans, den Verein. Worauf freust Du Dich besonders? Gibt es etwas Bestimmtes?
„Zunächst einmal freue ich mich auf die Klub-WM – das wird bestimmt ein tolles Turnier. Es ist das erste Mal, deshalb freue ich mich besonders darauf. Es wird ein historisches Ereignis. Darüber hinaus freue ich mich natürlich auf mein erstes Bundesligaspiel im Stadion. Ich bin schon sehr gespannt auf die Südtribüne und die Fans dort. Ich kann es kaum erwarten. Das ist eigentlich alles, woran ich im Moment denke.“

Was ist Dir von früheren Besuchen im Stadion von der Südtribüne in Erinnerung geblieben?
„Sie waren einfach unglaublich laut und voller Energie. So viele Farben und so viele Fahnen. Und die Schals. Ständig laut. Ich habe sie auch bei Auswärtsspielen gesehen. Sie reisen auch sehr viel mit. Einfach unglaublich.“

Wie hast Du die letzten Wochen erlebt?
„Die letzten drei Wochen waren für mich ehrlich gesagt unglaublich. Es gab so viele großartige Momente. Das hier ist natürlich einer davon. Die Unterschrift bei Borussia Dortmund, aber natürlich auch das Play-off-Finale und die gesamten Play-offs bei meinem vorherigen Verein waren etwas, das mir sehr viel bedeutet hat. Es war etwas ganz Besonderes und ich war froh, dass ich das mit diesem Ergebnis abschließen konnte. Das sind wichtige Spiele, und ich bin froh, dass wir es am Ende geschafft haben. Diese Spiele und auch die Entscheidung über meine Zukunft und dann das Warten darauf, dass es endlich soweit ist, sind natürlich auch etwas Besonderes. In den letzten Tagen war ich etwas ungeduldig, aber ich habe dennoch auf diesen Moment gewartet.“

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Du hast bereits erwähnt, dass Du mit Sunderland in die englische Premier League aufgestiegen bist. Warum hast Du Dich letztendlich doch für Borussia Dortmund entschieden?
„Um ehrlich zu sein, musste ich sehr lange darüber nachdenken. Nicht wegen irgendetwas, das mit dem Verein zu tun hat, sondern wegen meiner Geschichte, meiner persönlichen Reise mit Sunderland. Ich habe lange abgewogen und ich weiß, dass die Fans etwas besorgt waren, aber ich habe lange und intensiv darüber nachgedacht. Deshalb bin ich mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Ich habe mit vielen Leuten im Verein gesprochen, mit einigen, die ich bereits kannte. Natürlich auch mit dem Trainer, an den ich wirklich glaube und der glücklicherweise auch an mich glaubt. Aber ausschlaggebend war wahrscheinlich das Gespräch mit Herrn Watzke. Er hat mich letztendlich davon überzeugt, bei Borussia Dortmund zu unterschreiben. Ich bin mir sicher, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich bin jetzt wirklich voller Vorfreude.“

Deine letzte Saison bei Sunderland, die Du mit dem Aufstieg beendet hast, war offensichtlich sehr erfolgreich. Wie beurteilst Du Deine persönliche Entwicklung in der vergangenen Saison?
„Ich habe mich ehrlich gesagt ziemlich stark verbessert. Technisch, taktisch, körperlich, einfach alles. Ich versuche, mich jeden Tag zu verbessern. Ich arbeite gerne, bin diszipliniert und engagiert, weil ich das alles sehr ernst nehme. Ich versuche, mein Handwerk zu verbessern und mich nicht von äußeren Einflüssen und solchen Dingen beeinflussen zu lassen. Ich denke, das war auch wichtig, um am Ende hier bei Dortmund zu unterschreiben, denn es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Ich werde hier genauso weitermachen, indem ich hart arbeite und mich einfach auf das Wesentliche konzentriere. Ich arbeite hart für die Mannschaft und für meine Teamkollegen und hoffe, dass wir gemeinsam einige wirklich gute Momente erleben können.“

Erzähle den BVB-Fans, die die zweite englische Liga letzte Saison nicht verfolgt haben, ein wenig über Dich als Spieler und vielleicht auch über Deine Rolle, die du letzte Saison im Team von Sunderland hattest.
„Letzte Saison habe ich wohl eher als Nummer sechs oder Nummer acht gespielt. Ich versuche also, in den Spielen, in denen ich zum Einsatz komme, als Mittelfeldspieler von einer Seite zur anderen zu laufen. Natürlich gebe ich in jedem Spiel und bei jeder Gelegenheit mein Bestes. Das ist meiner Meinung nach eine meiner größten Stärken. Ehrlich gesagt, mag ich es, Zweikämpfe zu führen. Ich mag es, mich in Duelle zu werfen und ich denke, das hat sich letztes Jahr auch in den Zahlen gezeigt, selbst wenn man das nicht immer auf dem Platz gesehen hat. Das ist also ein wichtiger Teil meines Spiels, eine große Stärke, die ich verbessert habe. Ich schieße gerne Tore, aber letzte Saison war das weniger mein Ziel, sondern eher, für die Mannschaft in anderen Rollen präsent zu sein Ich denke, ich habe mich in solchen Dingen enorm verbessert und hoffe, dass ich hier den nächsten Schritt machen kann.“

Jobe Bellingham hält Trikot, dass vertragslaufzeit bis 2030 zeigt, in die Luft.

Gibt es etwas, worauf Du Dich in der Bundesliga besonders freust? Also nicht nur Vereine, sondern vielleicht auch Fans, Fankultur und so weiter?
„Ja, auf jeden Fall. Die Fankultur ist hier für Fußballfans wirklich attraktiv. Sogar für Fans in England und auf der ganzen Welt. Ich glaube, die Leute kommen nach Deutschland, um diese Atmosphäre zu erleben. Ich bin einfach gespannt, was jedes Spiel bringt. Und wie gesagt, auf mein erstes Heimspiel.“

Der BVB reist Ende der Woche in die USA zur Klub-WM. Wie wichtig war es für Dich, so schnell wie möglich hierher zu kommen, um bereits an diesem Turnier teilzunehmen?
„Ich weiß, dass der Verein schon die ganze Zeit vorhatte, mich für das Turnier hierher zu holen, weil es ein großes Turnier ist und zum ersten Mal stattfindet. Es ist eine riesige Chance für mich, mich in die Mannschaft und den Verein zu integrieren. Deshalb sollte man hart arbeiten und versuchen, diese Chance zu ergreifen. Aber um ehrlich zu sein, hätte ich auch bei der U21-Europameisterschaft für mein Land gespielt, worauf ich immer stolz bin. So oder so hätte ich diesen Sommer auf hohem Niveau Fußball gespielt, dafür bin ich dankbar..“

Letzte Frage: Was sind Deine Ziele für die Zukunft bei Borussia Dortmund – kurzfristig, aber auch langfristig?
„Kurzfristig: einfach einen positiven Einfluss auf den Verein ausüben. Eine Verbindung zu den Fans aufbauen, innerhalb meiner Mannschaft und auch zum Trainerstab. Ich denke, das sollte für jeden Spieler in jedem Verein der erste Schritt sein. Das ist für mich die Grundlage für die Zukunft. Wenn ich mich erst einmal eingewöhnt habe und anfangen kann, meine Leistung zu bringen und das zu tun, was ich kann, dann wird sich der Rest von selbst ergeben.“

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