Stage Image Alternative Text

Vorbericht

BVB-Tischtennisspieler haben Meilenstein im Visier

Borussia Dortmunds Tischtennisspieler dürfen auf einen Meilenstein ihrer jungen Bundesliga-Geschichte hoffen. Bei einer Verlängerung ihrer schon fünf Spiele langen Erfolgsserie durch einen Sieg am Sonntag (17 Uhr, live bei Dyn) beim TTC Schwalbe Bergneustadt könnten die Schwarzgelben erstmals nach Beginn einer Rückrunde im Oberhaus einen Play-off-Platz erobern. 

Ausgangslage
Dortmunds Trainer Evgeny Fadeev hat seine zuletzt so erfolgreiche Mannschaft schon auf den Kampf um die Play-off-Plätze eingeschworen. Auf Platz sechs hat der BVB ebenso viele Punkte auf dem Konto wie Bergneustadt auf Platz vier und Meister TTF Liebherr Ochsenhausen auf Position fünf. Aufgrund dieser Konstellation würden die Borussen selbst im Falle einer Niederlage im Rennen um einen der ersten vier Plätze weiterhin eine aussichtsreiche Lauerstellung einnehmen.

Aber die Borussen wollen mehr. „Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen, mit unserer besten Mannschaft erst recht nicht. Unser Ziel sind deswegen die nächsten zwei Punkte“, erklärt Fadeev. 

Personal
Wie schon in der Vorwoche gegen Ochsenhausen stehen die meisten BVB-Spieler zur Verfügung. Lediglich Alberto Mino hat sein Heimatland Ecuador bei den Panamerikanischen Meisterschaften in San Francisco zu vertreten.

„Ich bin froh, mehrere Tage vor einem Spiel einmal nicht immer auf ein Turnier achten zu müssen. Alberto muss bei den Americas spielen, aber ansonsten ist keiner von uns beim WTT Feeder in Lille dabei. Das ist gut für unsere gesamte Vorbereitung“, betont Fadeev.

Eine Aufstellung mit Anders Lind, Kristian Karlsson und „Überflieger“ Adam Szudi, der am Donnerstag seinen 30. Geburtstag feierte, wäre nicht zuletzt aufgrund der Dortmunder Ambitionen sicherlich keine Überraschung. Allerdings bieten sich Fadeev auch noch andere strategische Optionen.

Gegner
Aus Bergneustadts Mannschaft war gleich ein ganzes Trio für das Turnier in Lille gemeldet. Da die Spiele in Frankreich am Samstag beendet sein werden, dürften die Gastgeber allerdings ebenfalls in Bestbesetzung antreten. 

Nicht nach Lille gereist war Vizeeuropameister Benedikt Duda nach den Strapazen mehrerer Turniere in den ersten Wochen des neuen Jahres. Entsprechend sollte mit dem ausgeruhten Top-20-Spieler als Nummer eins der Hausherren, die in eigener Halle fünf ihrer bisherigen sieben Heimspiele gewinnen konnten, für zwei Einzel zu rechnen sein.

Dortmund hat in seiner zurückliegenden Premierensaison im Oberhaus beide Begegnungen mit Bergneustadt gewonnen (3:2 und 3:2). Erst in der Hinrunde der laufenden Spielzeit musste sich Fadeevs Mannschaft dem Team aus dem Kölner Umland erstmals geschlagen geben, als der BVB ohne Lind und Karlsson 1:3 verlor.

„Family Business“
Bergneustadts Bundesliga-Team ist bei genauerer Betrachtung ein engagiertes Konstrukt zur Entwicklung von Eigengewächs Benedikt Duda zum Weltklassespieler in möglichst familiärer Umgebung. Dadurch erscheint Minos früherer Klub mitunter auch als gut organisiertes „Family Business“: Dudas Vater Heinz fungiert im Nebenberuf als Manager des Teams und Bruder Frederik als Coach.

Weitere News