Vorbericht
Handballerinnen wollen Rückrunde mit Sieg in Metzingen starten
Ausgangslage: Die Partie bei der TuS Metzingen ist offiziell das erste Spiel der Rückrunde für die Borussinnen – wobei der BVB noch das Nachholspiel beim BSV Sachsen Zwickau (28. Januar) zu bestreiten hat. Während Schwarzgelb am Samstag mit dem 31:26 gegen die HSG Blomberg-Lippe an die Tabellenspitze stürmte, unterlag der Tabellensiebte Metzingen im Lokalderby gegen den Tabellennachbarn FA Göppingen mit 28:33. Bislang trafen Metzingen und der BVB 29 Mal aufeinander, 15 Mal verließ der BVB als Sieger das Parkett. „Wir werden mit aller Ernsthaftigkeit in Metzingen antreten, die Mannschaft weiß, worum es geht. Sie besitzt das nötige Selbstvertrauen und ist auf den Punkt hundertprozentig bei der Sache“, sagt Henk Groener.
Personal: Erwartungsgemäß fallen Alicia Langer, Lena Hausherr, Lara Müller und Lois Abbingh aus. Maraike Kusian ist weiterhin krank – was auch für Guro Nestaker gilt. Die Norwegerin kam zwar für einige Kurzeinsätze gegen Blomberg auf die Platte und war in einer wichtigen Phase am Ende der ersten Hälfte sofort erfolgreich, doch allein die zweimal sechs Minuten brachten die Nestaker an ihre Leistungsgrenze. „Wir wollen lieber vorsichtig sein und schonen Guro auch noch im Training“, erklärt Groener. Ausfall Nummer sieben ist Lisa Antl, die zwar nach ihrem Bänderriss im WM-Halbfinale bereits gegen Blomberg wieder auf dem Spielberichtsbogen stand, aber noch nicht zum Einsatz kam. „Es läuft gut bei Lisa, sie ist im Training wieder dabei. Vielleicht schafft sie in Metzingen den einen oder anderen Kurzeinsatz“, so Groener. Kaja Kamp Nielsen kann in Metzingen wahrscheinlich ganz normal einsetzt werden.
Gegner: Zwar verloren die Metzingerinnen in dieser Saison gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel, gegen die direkten Tabellennachbarn aus Oldenburg oder Neckarsulm konnten sich die Pink Ladies nach der WM-Pause aber jeweils mit 30:29 vor eigenem Publikum durchsetzen – was für die Heimstärke der Mannschaft spricht. Metzingen steht mit seinem Schnitt von 1.475 an Platz vier der Zuschauertabelle hinter Oldenburg, Göppingen und Zwickau. Trainerin Miriam Hirsch: „Für uns zählt es, dass wir uns auf uns konzentrieren. Dortmunds Abwehr ist auf Ballgewinne ausgelegt, die öffnenden Räume wollen wir gewinnbringend bespielen und dabei konzentriert im Abschluss wie auch im Rückzug bleiben.“ Gefährlich bei Metzingen sind vor allem Rechtsaußen Sabrina Tröster, die den Verein im Sommer Richtung Thüringen verlassen wird, Linksaußen Selina Lindemann sowie die Brasilianerin Gabriela Bitolo auf Rückraum rechts.
Weite Anreise: Aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse treten die Borussinnen bereits am frühen Mittwochmorgen die gut 460 Kilometer lange Strecke Richtung Süddeutschland an. Trotz der widrigen Umstände wollen die BVB-Damen unbedingt zwei Punkte aus Metzingen mitnehmen. Henk Groener: „Was nützt uns der Sieg gegen Blomberg, wenn wir in Metzingen die Punkte wieder verlieren? Wir dürfen nicht vergessen, dass die Grundlage für die Champions-League-Teilnahme in der nächsten Saison in den kommenden Monaten gelegt wird.“