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Spielbericht

Tischtennisspieler unterliegen Spitzenreiter Düsseldorf

Für Borussia Dortmunds Tischtennisspieler ist Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Düsseldorf zu stark gewesen. Beim 1:3 gegen den Rekordmeister schlugen sich die Schwarzgelben auch ohne ihre Spitzenspieler Anders Lind und Kristian Karlsson nicht nur dank eines Überraschungserfolgs von Adam Szudi achtbar. Unter den Zuschauern war auch BVB-Profi Nico Schlotterbeck. 

Personalien
Angesichts der klaren Rollenverteilung im Duell der Namenscousinen pausierten Top-20-Spieler Lind und der frühere Düsseldorfer Karlsson. Damit bestritt der BVB erstmals nach neun Runden wieder eine Begegnung ohne seine beiden Spitzenspieler. Zuletzt war das Dortmunder Topduo im vergangenen November im Auswärtsspiel bei Werder Bremen nicht dabei gewesen. Für Karlsson rückte Adam Szudi nach weitgehend auskuriertem Infekt wieder ins Team von Trainer Evgeny Fadeev. Alberto Mino und Cedric Nuytinck hingegen, die beide in der laufenden Saison noch auf ihren ersten Sieg warten, mussten nach nur einer kurzen Nacht der Erholung nach dem Spiel gegen Grenzau am Montag erneut in die Box.

Spielverlauf
Die Begegnung mit dem Tabellenführer, der seine Teilnahme am Final Four schon vor Spielbeginn sicher hatte, nahm zunächst den erwartbaren Verlauf. Mino konnte Ex-Europameister Dang Qiu vor 500 Zuschauern zwar einen Satz abnehmen, war dem Weltranglistenelften in vier Durchgängen insgesamt aber unterlegen. Danach allerdings bestätigte Szudi seinen im Saisonverlauf erworbenen Ruf als Joker: Der Ungar schlug Düsseldorfs Mannschafts-Olympiazweiten Anton Källberg überraschend mit 3:1 und verbucht nach seinem achten Saisonerfolg wieder eine positive Bilanz. Nach der Pause allerdings sorgten die Gäste für klare Verhältnisse: Der frühere Dortmunder Li Yongyin ließ Nuytinck keine echte Chance, und Källberg machte den Erfolg der Rheinländer mit einem 3:1-Arbeitssieg gegen Mino perfekt.

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Stimmen
Trainer Evgeny Fadeev: „Wir waren in diesem Spiel von Anfang an Außenseiter. Dass wir aber mit einem 1:1 in die Pause gegangen sind, ist mit unserer Mannschaft schon wirklich super. Adam Szudi hat noch einmal bestätigt, dass er wirklich unsere Überraschung der Saison ist. Wir werden versuchen, das Beste aus den letzten drei Spielen für uns herauszuholen: Wir wollten am Anfang nicht den Kontakt nach oben verlieren, und jetzt, wo wir in der Mitte sind, wollen wir natürlich das Maximum erreichen. Wenn Platz fünf noch für uns möglich ist, wollen wir das versuchen, das Gleiche gilt für Platz sechs. Deswegen werden wir auf Augenhöhe in die letzten Spiele gehen und versuchen, davon zwei oder vielleicht sogar alle drei zu gewinnen.“

Abteilungsleiterin Ulla Reitemeyer: „Wir haben ein kampfstarkes Team und einen herausragenden Adam Szudi gesehen. Düsseldorf ist mit seinen besten Spielern angetreten, gegen die wir uns teuer verkauft haben. Dies wurde vom Publikum honoriert.“

Ausblick
Die Spitzenteams der TTBL geben sich in der Brügmann-Halle im übertragenen Sinne die Klinke in die Hand. Sieben Tage nach Spitzenreiter Düsseldorf empfangen die Borussen am Dienstag (24.03., 19 Uhr, zu den Tickets, live bei Dyn) den momentan zweitplatzierten Herbstmeister Werder Bremen. Gegen die schon für das Final Four qualifizierten Norddeutschen steht Fadeevs Mannschaft unter Erfolgszwang und benötigt gleichzeitig Schützenhilfe, um weiter eine theoretische Restchance auf einen Endrundenplatz zu behalten. In den abschließenden zwei Punktspielen der regulären Saison nach einer ausgedehnten Osterpause muss der BVB zunächst am 16. April (18:30 Uhr) beim punktgleichen Tabellennachbarn TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell antreten, ehe drei Tage später (19.04., 15 Uhr, zu den Tickets, beide Spiele live bei Dyn) das letzte Heimspiel der Saison gegen Mühlhausen auf dem Programm steht.

BV Borussia 09 Dortmund – Borussia Düsseldorf 1:3

Alberto Mino (WR: 307) – Dang Qiu (WR: 11) 1:3 (5:11, 10:12, 12:10, 6:11)
Adam Szudi (WR: 467) – Anton Källberg (WR: 32) 3:1 (11:9, 12:14, 11:6, 11:7)
Cedric Nuytinck (WR: 105) – Li Yongyin (WR: -) 0:3 (2:11, 7:11, 8:11)
Mino – Källberg 1:3 (12:10, 8:11, 8:11, 9:11)

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