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Vorbericht

Handballerinnen vor Champions-League-Duell mit Spitzenklub aus Budapest

Die Handballerinnen von Borussia Dortmund stehen zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in den Play-offs für das Viertelfinale der EHF Champions League und gehören damit zu den besten zwölf Handball-Klubs in Europa. Gegner in den Play-offs ist der ungarische Spitzenklub FTC-Rail Cargo Hungaria aus Budapest, der mit der deutschen Nationalspielerin Emily Vogel anreist. Das Hinspiel findet am Sonntag (14 Uhr, Westpress-Arena Hamm, live bei Dyn) statt.

Ausgangslage
Der BVB schloss die Gruppenphase auf Platz sechs ab und erreichte damit das gesetzte Ziel „Qualifikation für die Play-offs“. Der FTC-Rail Cargo Hungaria beendete die Gruppenphase in der Gruppe B auf Rang drei. „Die Gruppe B war in der Spitze dichter besetzt. Das zeigt, dass FTC eine echte Weltklassemannschaft und auf allen Positionen erstklassig besetzt ist. Wir wollen und müssen alles geben, um unser Ziel zu erreichen: Wir wollen möglichst gut aussehen“, sagt BVB-Trainer Henk Groener. Nach dem knappen 33:32-Sieg am Mittwochabend in der Bundesliga bei FRISCH AUF Göppingen hofft Groener, dass sich die Spielerinnen so gut wie möglich regenerieren. „Wir waren erst morgens um 3:30 Uhr zurück aus Göppingen. Jetzt heißt es: Kraft tanken, viel schlafen und ausruhen. Das Training haben wir bewusst etwas zurückgefahren.“

Mit einer ähnlichen Einstellung geht auch Kreisläuferin Lisa Antl die Aufgabe an: „Wir haben nichts zu verlieren, können frei aufspielen. Es ist toll, dass wir die Play-offs erreicht haben. Wir wollen das Spiel vor möglichst großer Kulisse genießen. Und wenn wir Glück haben, können wir Budapest vielleicht ein wenig ärgern. Im Handball ist eine Überraschung immer möglich.“

Personal
Bei den Langzeitverletzten hat sich nichts getan, sodass Lois Abbingh, Lena Hausherr und Lara Müller auch gegen Budapest ausfallen. Alina Grijseels und Lara Egeling, die sich im erfolgreichen Pokalfinale am vergangenen Wochenende verletzt hatten, waren bereits beim Bundesliga-Spiel des BVB in Göppingen wieder dabei. Bleibt nur noch die Frage nach Alieke van Maurik. Die Niederländerin war im Endspiel mit dem Kopf aufgeschlagen und pausierte mit Verdacht auf Gehirnerschütterung am Mittwoch in Göppingen. Trainer Henk Groener sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Eine Entscheidung darüber, ob van Maurik am Sonntag gegen Budapest zum Einsatz kommt, wird erst im Abschlusstraining fallen. „Alieke muss sagen, wie sie sich fühlt“, erklärt Groener.

Gegner
Das Team aus Budapest ist besser bekannt unter dem ursprünglichen Vereinsnamen Ferencvaros Budapest und ist in Ungarn die Nr. 2 hinter Seriensieger und Titelverteidiger Györi, aber deutlich vor DVSC Schaeffler aus Debrecen. Nur hauchdünn verpasste FTC den direkten Einzug ins Viertelfinale hinter Brest Bretagne und CSM Bukarest, da es den direkten Vergleich gegen Bukarest verlor. Andererseits distanzierte FTC die dänische Top-Mannschaft aus Odense. Das erklärte Ziel ist die Teilnahme am Final4 im MVM-Dome in Budapest. Bereits 2023 stand FTC im Finale der EHF Champions League. Die wichtigsten Spielerinnen sind die Ungarin Petra Simon auf Rückraum Mitte (67 Tore in der Champions League), die Niederländerin Antje Malenstein auf Rechtsaußen und die deutsche Nationalspielerin Emily Vogel auf Rückraum links. Vogel erzielte in dieser Champions-League-Saison bereits 66 Treffer. Chefcoach ist der renommierte dänische Trainer Jesper Jensen, der bis Sommer 2025 erfolgreich die dänische Frauen-Nationalmannschaft betreute und seitdem FTC Hungaria trainiert.

Hoffnung auf die eigenen Fans in Hamm
Zum dritten Mal in diesem Jahr tritt der BVB in der Hammer Westpress-Arena an. Und zum dritten Mal hoffen alle Beteiligten auf die Unterstützung der Fans. „Wir wollen uns so gut wie möglich vor unseren Fans präsentieren. Sie haben uns in Stuttgart so großartig und zahlreich unterstützt“, sagt Henk Groener. Zuletzt traten die BVB-Frauen in Hamm in der Königsklasse am 15. Februar vor 1.500 Zuschauern gegen die Französinnen von Metz Handball an und unterlagen mit 24:33. Am 11. Januar hatten sie an selber Stelle gegen die Däninnen von Team Esbjerg (24:31) vor 1.300 Zuschauern gespielt.

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