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Spielbericht

Handballerinnen verlieren in Blomberg – Entscheidung im Meisterschaftskampf vertagt

Die Handballerinnen des BVB haben im zweiten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen die HSG Blomberg-Lippe den Sieg in letzter Sekunde verpasst. In einem hochklassigen, abwechslungsreichen und immer packenden Spiel unterlag der BVB mit 27:28 (14:13) und muss nach dem 28:27-Sieg im Hinspiel am vergangenen Sonntag nun ins Entscheidungsspiel. 15 Minuten vor dem Schlusspfiff lag der BVB mit vier Toren in Führung. Erst eine Abwehrumstellung brachte die HSG wieder heran. Der BVB reagierte zögerlich, wurde hektisch und musste drei Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich hinnehmen. Der Siegtreffer für Blomberg fiel in den letzten Sekunden.

Personal
Rechtzeitig zum Saisonfinale hatte Trainer Henk Groener einen fast kompletten Kader zur Verfügung. Die wichtigste Personalie dabei: Torfrau Sarah Wachter war wieder dabei. Die Nationalkeeperin war bereits vor einer Woche im Hinspiel zu Beginn und in der Schlussminute aufgelaufen. Nicht zum Kader gehörte wie in der Vorwoche Alicia Langer. Auch die Langzeitverletzten Lois Abbingh und Lena Hausherr fehlten.

Spielverlauf
Die Rahmenbedingungen in der Blomberger Halle an der Ulmenallee waren optimal: die Halle voll bis unters Dach, es war laut und die Atmosphäre hitzig. 150 Dortmunder Fans trommelten und sorgten für eine begeisternde Stimmung. Blomberg startete mit der Gewissheit, in dieser Saison noch kein einziges Spiel vor heimischer Kulisse verloren zu haben. Dortmunds Abwehr bekam Nieke Kühne zunächst nicht in den Griff. Nach einer Viertelstunde war Blomberg auf drei Tore davongezogen. Doch der BVB fing sich. Mit Hereinnahme von Melinda Szikora ins Tor kam mehr Sicherheit in die Abwehr, und der Innenblock mit Emma Olsson und Dana Bleckmann fand auch Lösungen gegen Nieke Kühne. In der 26. Minute schaffte Alina Grijseels zum ersten Mal den Ausgleich zum 12:12. Danach erhöhte die starke Dana Bleckmann auf 13:12 und erzielte den 14:13-Halbzeitstand.  

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Die stärkste Phase hatte der BVB dann nach der Pause bis zur 42. Minute. Dank einer überragenden Alina Grijseels, die auch in schwierigen Situationen Verantwortung übernahm, zog der BVB auf 21:17 davon. Die Abwehr verteidigte konsequent, verschob blitzschnell und unterband so das Tempospiel der Blombergerinnen. Allein auf die taktisch kluge Umstellung mit der vorgezogenen Nieke Kühne fand der BVB keine Antwort. Der Vorsprung schmolz. Nach 48 Minuten hieß es nur noch 22:21 für den BVB. Eine Minute später hatte Blomberg zum 22:22 ausgeglichen.

Die letzten zehn Minuten waren schließlich ein einziges Hin und Her. Mal führte der BVB mit einem Tor, mal die HSG. So ging es bis 60 Sekunden vor Schluss. Der BVB hatte beim Stand von 27:27 Ballbesitz. Zehn Sekunden vor Schluss versuchte Alina Grijseels auf der linken Seite den Durchbruch, wurde aber gestoppt. Statt eines Siebenmeters für den BVB bekam Blomberg den Ball und schaffte zwei Sekunden vor Schluss den Siegtreffer zum 28:27.

Stimmen: 
Trainer Henk Groener:
 „Das war natürlich bitter. Wir sind mit beiden Umstellungen Blombergs – dem 5:1 als auch dem Sieben-gegen-sechs – nicht klargekommen, hatten nicht mehr den Zugriff. Dann kam Blomberg immer näher, das Spiel wurde noch hektischer und ist dann schließlich genau umgekehrt zu Ende gegangen wie in der vergangenen Woche bei uns.“

Alina Grijseels: „Fast 45 Minuten haben wir alles richtig gut gemacht. Die letzten 15 Minuten waren natürlich unglücklich. Wir hatten auf die offensive Abwehr mit Nieke Kühne und auf das Sieben-gegen-sechs keine richtige Antwort. Wir haben vier Tore Vorsprung schnell verspielt, danach wird es hektisch und plötzlich ist auch die Halle wieder laut. Und die letzte Situation beim Stand von 27:27 habe ich naturgemäß etwas anders gesehen als die Schiedsrichter. Für mich war es ein Foul, ich bin komplett aus der Balance gekommen. Statt einem Siebenmeter für uns haben wir dann das Gegentor zum 27:28 kassiert. Jetzt erholen wir uns und werden am kommenden Sonntag erneut angreifen.“

Lisa Antl: „Ich verstehe das einfach nicht. Für mich war das ein klares Foul an Alina in den Schlusssekunden. So haben wir im Gegenzug das entscheidende Gegentor kassiert.“

Ausblick
Die Borussinnen müssen am kommenden Sonntag (31.5.) um 16:30 Uhr erneut in Blomberg zum Entscheidungsspiel antreten. Danach geht es in die Sommerpause. Am 22. August steht im SAP-Garden in München der Supercup auf dem Programm. 

BVB-Damen: Roncevic, Szikora, Wachter; Grijseels (3), Kusian, Antl (1), Nestaker (1), van Maurik, Kamp Nielsen (2), Lassource (9/2) Husebø, Olsson (1), Vollebregt (3), Egeling (3), Bleckmann (4), Menne

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