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Deutscher Meister! BVB macht den siebten Titel durch ein 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg perfekt

Der schwarzgelbe Jubel kennt keine Grenzen: Durch einen 2:0 (2:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg hat Borussia Dortmund am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga den siebten Deutschen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte perfekt gemacht! Barrios und Lewandowski trafen für den BVB, der von der gleichzeitigen Niederlage seines Verfolgers Leverkusen in Köln profitierte (Stimmt ab: Was war Euer Highlight vom Meistertag?).

Vor 80.720 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK, darunter 6.500 Fans aus Nürnberg, ging Borussia Dortmund durch ein Tor von Barrios in Führung (32.). Kurz vor dem Seitenwechsel konnte Lewandowski auf 2:0 erhöhen (43.). Als die Kölner Führung gegen Leverkusen bekannt wurde, kannte der Jubel kein Halten mehr: Der Deutsche Meister 2011 heißt Borussia Dortmund!

Ausgangslage:
Der Tabellenerste gegen den Sechsten: Der zweitbeste Angriff traf auf die viertbeste Abwehr der Bundesliga. In der Rückrundentabelle trennte den BVB (26 Punkte) und den 1. FC Nürnberg (25) sogar nur ein Zähler. Spannung war garantiert: Der BVB kämpfte im Fernduell mit Leverkusen (trat parallel in Köln an) um die Meisterschaft, ebenso wie Nürnberg mit Mainz (Heimspiel gegen Frankfurt) um einen Platz in der Europa League.

Personalien:

Die gute Nachricht vorab: Barrios und Großkreutz, die am Donnerstag wegen Oberschenkelproblemen bzw. Kniebeschwerden mit dem Training ausgesetzt hatten, standen in der Startelf, in der es im Vergleich zur Vorwoche nur eine Änderung gab: Barrios ersetzte Kuba. Verzichten musste Jürgen Klopp auf die Dienste von Sahin, Owomoyela, Kehl und Kagawa. Bei Nürnberg waren Frantz, Chandler und Bunjaku nicht dabei.

Taktik:

Der BVB agierte im gewohnten 4-2-3-1-System mit Barrios als einziger Spitze. Lewandowski rückte wieder auf die zentrale Position im offensiven Mittelfeld zwischen Großkreutz und Götze. Die Gäste agierten in der gleichen Grundordnung. Schieber stand bei den Franken als einziger nomineller Stürmer auf dem Platz und wurde durch Mak, Ekici und Eigler in der Offensivarbeit unterstützt. Zum zweiten Durchgang stellte Hecking um und ließ sein Team im 4-1-4-1-System agieren, um offensiv mehr Impulse zu setzen.

Spielverlauf & Analyse:
Strahlender Sonnenschein und ausverkauftes Haus: Bei besten äußeren Bedingungen entwickelte sich ein intensives Spiel. Beide Mannschaften waren zu Beginn um Passsicherheit bemüht und standen kompakt, um bei Ballgewinn blitzschnell nach vorne umzuschalten. Echte Torraumszenen sprangen in der Anfangsviertelstunde nicht heraus. Zu aufmerksam agierten beide Abwehrreihen. Ausnahme auf Dortmunder Seite war ein wuchtiger Distanzschuss von Großkreutz, den Nürnbergs Keeper Schäfer zur Seite wegfausten musste (12.). Die Franken kamen durch eine Standardsituation zu ihrer ersten Möglichkeit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld rauschte erst Wolf, dann Wollscheid freistehend im Dortmunder Strafraum an der halbhohen Hereingabe vorbei (21.). Auch der BVB tat sich in dieser Phase schwer, gegen die Nürnberger Defensive aus dem Spiel heraus zu Möglichkeiten zu kommen. 

Aufregung in der 26. Minute: Lewandowski steckte den Ball zu Barrios durch, der allein auf Schäfer zulief und unglücklich mit dem Torwart zusammenprallte. Die Nürnberger beschwerten sich vehement und unterstellten Dortmunds Torjäger - zu Unrecht - Absicht. Beide Spieler blieben am Boden liegen, konnten aber nach kurzer Behandlungspause weitermachen. Barrios sah von Schiedsrichter Schmidt noch die Gelbe Karte - eine harte Entscheidung. Sechs Minuten später standen die beiden Protagonisten erneut im Blickpunkt: Nürnberg konnte einen Ball nicht konsequent aus dem eigenen Strafraum klären. Das Leder landete bei Götze, der aus 20 Metern mit voller Wucht draufhielt. Schäfer ließ den Ball zu kurz zur Seite wegprallen, Barrios reagierte gedankenschnell und versenkte den Abpraller eiskalt zum 1:0 im Netz (32.). Gegen die Franken beißt der "Panther" gerne zu: Es war bereits sein fünftes Tor im dritten Spiel.
Mit der Führung kam die Sicherheit in die Kombinationen. Bei einer zielgenauen Flanke von Piszczek kam Barrios beim Kopfball um Zentimeter zu hoch an den Ball, sonst hätte der Torjäger wohlmöglich einen zweiten Treffer nachgelegt (37.). Dies besorgten kurz vor der Pause seine Teamkollegen: Nach einem langen Ball von Hummels aus der eigenen Hälfte setzte sich Lewandowski gegen Pinola durch und lupfte das Leder über Schäfer hinweg zum 2:0 in die Maschen (43.). Der achte Saisontreffer des Polen war ein Traumtor! Der schwarzgelbe Jubel ließ den SIGNAL IDUNA PARK in seinen Grundfesten wanken.

Der BVB hielt das Tempo auch nach dem Seitenwechsel hoch und verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die Hälfte der Gäste. Die Nürnberger, die gut ins Spiel gestartet waren, konnten kaum noch Entlastungsangriffe fahren. Wenn sie doch mal vor dem Dortmunder Tor auftauchten, wie Eigler in der 56. Minute, dann war Weidenfeller zur Stelle, der den Schuss des Nürnbergers mit einem guten Reflex ins Seitenaus lenkte. Die nächste Chance gehörte wieder dem BVB. Nach einer Ecke von da Silva verfehlte Subotic das Tor mit seinem Kopfball nur knapp (60.).
Die ohnehin schon gute Stimmung steigerte sich noch weiter, als Stadionsprecher Norbert Dickel um 16.54 Uhr die Kölner Führung gegen Leverkusen bekanntgab. "Deutscher Meister wird nur der BVB", skandierten die Fans. Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp jubelte kurz, um sein Team danach wieder lautstark zu taktischer Disziplin zu ermahnen. Nürnberg wollte oder konnte nichts mehr hinzusetzen, der BVB spielte die verbleibenden Minuten souverän herunter. Stehende Ovationen gab es für Lewandowski, für den Kuba in der Schlussphase in die Partie kam (78.). Minuten später hatte Barrios noch das 3:0 auf dem Kopf, verfehlte das Tor aber um Zentimeter. Als Schiedsrichter Schmidt die Partie beendete, kannte der Jubel keine Grenzen: Der Deutsche Meister 2011 heißt Borussia Dortmund!

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