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Spielbericht

Handballerinnen unterliegen in Blomberg und werden Vizemeister

Es hat nicht ganz gereicht zum Titel, Borussia Dortmunds Handballerinnen haben die Saison 2025/26 aber als Vizemeister abgeschlossen. Es war der erwartete und hart umkämpfte Handball-Krimi um die Meisterschale. Im dritten und entscheidenden Spiel der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft unterlagen die Borussinnen auswärts bei der HSG Blomberg-Lippe  vor 1300 Zuschauern (davon 150 aus Dortmund) mit 26:30 und verloren die Serie mit 1:2. Zuvor hatte Schwarzgelb das erste Duell im Modus „Best of three“ mit 28:27 für sich entschieden, ehe die zweite Partie mit 27:28 an Blomberg gegangen war.

Personal
Auch beim letzten Spiel der Saison 2025/26 gab es nur geringfügige Veränderungen auf der Verletztenliste. Alicia Langer, die in der Vorwoche noch verletzungsbedingt ausfiel, war wieder dabei. Lois Abbingh und Lena Hausherr fehlten wie in den vergangenen Monaten. Die Niederländerin Abbingh wurde bereits in Dortmund verabschiedet und beendet ihre erfolgreiche Karriere. Lena Hausherr befindet sich nach ihrem zweiten Kreuzbandriss im Aufbautraining.

Spielverlauf
Die Spannung im Kampf um die deutsche Meisterschaft war von der ersten Minute an förmlich greifbar. Es ging hart zur Sache. Siebenmeter folgte auf Siebenmeter. Zwei Rote Karten gab es im Spielverlauf – eine davon für Dortmunds Emma Olsson. Und es war auch ein Duell der beiden Nationalspielerinnen Alina Grijseels aufseiten des BVB und Nieke Kühne, frischgebackene Spielerin der Saison, bei Blomberg.

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten konnte sich der BVB zwischenzeitlich auf 7:5 (16.) absetzen. Bei stickigen Sauna-Temperaturen in der Halle ließ sich die HSG aber nicht abhängen und ging ihrerseits mit 9:8 (23.) in Führung. Auffällig beim BVB: Zwar stand die BVB-Abwehr gut, dafür hatte der Positionsangriff Probleme. Oder die Offensive scheiterte an HSG-Torfrau Melanie Veith. Mit dem Pausenpfiff vergab Deborah Lassource vom Siebenmeterstrich, sodass Blomberg mit einer 13:12-Führung in die Kabine ging. 

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Nach der Pause zeigte sich das gleiche Bild: Das Spiel war gefühlt wie eine Achterbahnfahrt, ein ständiges Auf und Ab. Doch es blieb eng. Als Blomberg mit viel Energie um die 40. Spielminute herum zum ersten Mal auf drei Tore davonzog, schien der BVB erstmals den Faden zu verlieren. Blomberg kämpfte, gab keinen Ball verloren. Der BVB fand keine Lösung dagegen, scheiterte zudem immer wieder an Torfrau Melanie Veith. Als Diana Magnusdottir acht Minuten vor Schluss zum 25:20 ins leere Tor warf, lag eine Vorentscheidung in der Luft. Der BVB öffnete die Abwehr, konnte das Blatt aber nicht mehr wenden. Blomberg nutzte die BVB-Fehler immer wieder aus. Am Ende hieß es 30:26 für den neuen Deutschen Meister Blomberg. 

Stimmen 
Rupert Thiele (Abteilungsleiter): „In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel nicht mehr in den Griff bekommen. Als Blomberg auf drei Tore davonzog, haben wir es aus der Hand gegeben. Schade, wir haben eine tolle erste Hälfte gespielt, aber Blomberg hat verdient gewonnen.“

Andreas Kuno (stv. Abteilungsleiter): „Blomberg hat verdient gewonnen, im Angriff haben wir einfach nicht unsere Leistung abrufen können. Es ging viel über die Physis, da war Blomberg einen Tick stärker. Unser Rückraum kam einfach nicht ins Rollen.“

Dana Bleckmann: „Ich bin sehr enttäuscht, wir wollten die Schale unbedingt haben. In der ersten Hälfte haben wir gut dagegengehalten. Blomberg kam dann mit unheimlich viel Energie aus der Pause – und wir haben den Faden verloren.“

Ausblick
Nach dem Gewinn des DHB-Pokals, dem Erreichen des Achtelfinals in der EHF Champions League und Platz zwei in der Meisterschaft geht es ab sofort in die Sommerpause. Die Mannschaft wird sich für drei Tage zu einer Abschlussfahrt aufmachen. Anfang Juli startet die Vorbereitung mit dem neuen Cheftrainer Kay Rothenpieler, bevor der BVB am 22. August in München als Pokalsieger im Supercup um den ersten Titel der neuen Saison spielt. Eine Woche später startet die neue Bundesliga-Saison.

BVB-Damen: Szikora, Wachter; Grijseels (4), Kusian (1), Antl (1), van Maurik (1), Kamp Nielsen (2), Lassource (8/8), Husebø (1), Olsson (1), Vollebregt (2), Nestaker (3), Egeling (1), Bleckmann (1), Menne

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