20
Mittelfeld
Marcel
Sabitzer

Beim BVB seit

23.07.23

Geburtstag

17.03.94 (30)

Nationalität

Österreich

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Marcel Sabitzer

Seit Ende Juli 2023 steht der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Der österreichische Nationalspieler kam bis Juni 2024 (Stichtag für alle Angaben) wettbewerbsübergreifend in 40 Partien (6 Tore / 9 Vorlagen) für den BVB zum Einsatz

Dem Sohn des ehemaligen österreichischen Nationalspielers Herfried Sabitzer wurde der Fußball quasi in die Wiege gelegt. Marcel Sabitzer erblickte am 17. März 1994 in Wels im oberösterreichischen Alpenvorland das Licht der Welt und galt schon als Jugendlicher als eines der größten Offensivtalente des Landes. Er denkt mit und gegen den Ball offensiv und vorwärtsgerichtet. Seine Anfänge liegen beim ESV Admira Villach, in der Folge beim Grazer AK, für den er bis 2008 und damit bis ins Alter von 14 Jahren die Schuhe schnürte. Über Austria Wien ging es für ihn 2009 in die Akademie von Wacker Mödling, wo er zunächst parallel für die U17 und U19 spielte und in der Saison 2009/10 in der Regionalliga im Seniorenbereich debütierte. „Mit 15 war Schluss mit der Schule, mit 16 habe ich mir eine eigene Wohnung genommen und war Profi in der zweiten österreichischen Liga“, sagte er dem Mitgliedermagazin „Borussia“ (Ausgabe April 2024).

Bereits 2012/13 stand der damals 18-Jährige auf dem Zettel deutscher Erstligisten, doch Sabitzer baute seine Karriere behutsam auf, spielte ab Januar 2013 für den österreichischen Rekordmeister Rapid Wien, für den der Newcomer in der Spielzeit 2013/14 in 29 Liga-Partien sieben Treffer erzielte und in der UEFA Europa League erstmals Luft im europäischen Klubfußball atmete. Anschließend sicherte sich in Rasenballsport Leipzig ein deutscher Klub die Dienste des Mittelfeldspielers, lieh ihn jedoch für die Saison 2014/15 an den FC Salzburg aus. In 33 Ligaspielen erzielte er 19 Tore und verbuchte 16 Torvorlagen, womit er großen Anteil am erneuten Meistertitel des Klubs hatte. Auch am Gewinn des ÖFB-Cups war er mit sieben Toren und sechs Vorlagen in nur fünf Spielen maßgeblich beteiligt.

Ab Sommer 2015 spielte Sabitzer sechs Jahre lang in Leipzig, zunächst in der zweiten Bundesliga, seit 2016 im Oberhaus. Er glänzte mit Technik, Dynamik, Schnelligkeit und – im Alter von nur 23 Jahren – auch schon mit Reife. Und mit Vielseitigkeit. Er wurde im Angriff, hinter den oder der Spitze(n) eingesetzt sowie auf den Flügeln. „Ich bin von allem ein bisschen“, beschrieb er im kicker (August 2015) seine Spielweise. 2017 wurde er zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt.

Als Julian Nagelsmann 2019 als Cheftrainer bei den Sachsen übernahm, machte er Sabitzer zu seinem „aggressive Leader“ im zentral-defensiven Mittelfeld. Dessen Werdegang – vom Flügel zum zentralen Chef – erinnert an den von Bastian Schweinsteiger. Im Sommer 2021 wechselte der Österreicher, mittlerweile Kapitän der Leipziger Mannschaft, mit seinem Trainer zum FC Bayern München. Ende Januar 2023 wurde er bis Saisonende an Manchester United ausgeliehen (18 Pflichtspiele, davon elf in der Startelf; wegen einer Meniskusverletzung fiel er in den finalen fünf Partien aus). Im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Europa League gegen den FC Sevilla (2:2) ragte er mit zwei Toren heraus. Auf nationaler Ebene gewann er mit dem Team den englischen Ligapokal.

Am einfachsten lässt sich Marcel Sabitzer als zentraler Allrounder beschreiben, mit Stärken in allen Phasen und auf allen Ebenen des Spiels. Er verfügt über das sichere Gespür, wann er das Geschehen beruhigen oder beschleunigen muss. Wann er den Ball besser behauptet, vertikal nach vorne spielt oder diagonal verlagert. Er entwickelt seine Stärken am besten in zentraler Position und kann von dort aus Torgefahr entwickeln. „Generell bin ich sehr offen, was meine Position angeht. In der Nationalmannschaft spiele ich auf dem linken Flügel, in Dortmund auf der Sechs, Acht oder Zehn, in München sogar Rechts- oder Linksverteidiger – das ist alles okay für mich. Es zeugt von Stärke, wenn man viele verschiedene Positionen bekleiden und flexibel handeln kann. Das passt zu meiner Persönlichkeit und zu meinem Spielstil. Ich muss gleichermaßen an guten Offensiv- wie Defensivaktionen beteiligt sein“, so Sabitzer in der „Borussia“ (Ausgabe April 2024): „Ich will viel laufen, auch viel intensiv laufen, ich kann ganz gut mit dem Ball umgehen und bin mir nicht zu schade, auch mal Drecksarbeit zu machen.“

Man schätzt an ihm, dass er in seinen Aktionen auf schmückendes (überflüssiges) Beiwerk verzichtet und sich genau an taktische Vorgaben hält. Dass er auch körperlich immer an die Grenze geht, über eine gesunde Aggressivität und Härte verfügt und gut zu antizipieren weiß, qualifiziert ihn auch für die tiefste Mittelfeldposition, für die Sechs, auf der ein gewisses Maß an Zweikampfstärke und Durchsetzungsvermögen gefragt ist.

Nach seinem Wechsel zum BVB lief er in der Rückrunde zu großer Form auf. Von seinen wettbewerbsübergreifend insgesamt 15 Scorerpunkten (sechs Tore, neun Torvorlagen) sammelte er neun nach der Winterpause, darunter drei in einem Spiel: zum 4:2-Erfolg im Viertelfinale der UEFA Champions League gegen Atletico Madrid steuerte Sabitzer ein Tor und zwei Vorlagen bei. In seinen 25 Bundesliga-Partien für den BVB war er an 70 Torschüssen beteiligt (49 Torschüsse, 21 Torschussvorlagen). Und er war der laufstärkste Dortmunder Stammspieler (im Schnitt 11,9 km pro 90 Minuten).

Beim BVB läuft Sabitzer mit der Rückennummer 20 auf. Viele Nummern im Kader waren nicht mehr frei. Diese hat er gewählt, weil er sie bereits in der Anfangszeit bei der österreichischen Nationalmannschaft trug. Bei seinem Debüt am 5. Juni 2012 war er 18 Jahre, zwei Monate und 19 Tage alt. Bei der EM 2024 war er eine der Säulen im Team.

Vorderseite der Autogrammkarte von Marcel Sabitzer
Rückseite der Autogrammkarte von Marcel Sabitzer

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