Nachbericht
Reaktionen: „Müssen mutiger spielen!“
Lars Ricken (in der Mixed Zone): „Wir sind natürlich unzufrieden. Ich glaube, dass die Mannschaft den Kampf hier angenommen hat, sehr intensiv und sehr aggressiv von Anfang an gespielt hat. Dadurch war das Spiel natürlich auch etwas zerfahren. Wir haben gesehen, wenn wir in unser Spiel gekommen sind und auch versucht haben, klar nach vorne zu spielen, dann haben wir auch unsere Torchancen bekommen.“
Niko Kovac (auf der Pressekonferenz): „Wir haben vor dem Spiel gesagt: Wir müssen eine ganz andere Leidenschaft an den Tag legen als vor drei Tagen in Bodö. Das hat die Mannschaft gemacht. Ich denke, dass wir in diesem Bereich absolut ebenbürtig waren. Wir haben das Spiel kontrolliert, wir haben das Spiel mehr in der gegnerischen Hälfte gehabt. Aber wir haben zu wenig Zählbares kreiert – zum einen sicherlich, weil Union das richtig gut verteidigt hat, zum anderen aber, weil wir die nötige Schnelligkeit, die nötige Präzision haben vermissen lassen. Und deswegen ist das Ergebnis von 0:0 herausgekommen. Das ist für uns, mit unseren Ansprüchen, zu wenig. Aber trotzdem kann man damit weiterarbeiten.“
Ole Book (in der Mixed Zone): „Wir sind enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Um die Tiefe bespielen zu können, muss man auf dem ganzen Feld ein bisschen mutiger spielen. Damit haben wir viel zu spät angefangen. Das große Problem ist: Wenn wir mutiger werden, dann spielen wir auch echt guten Fußball, dann können wir den Gegner auch unter Druck setzen. Wenn wir zurückliegen, wie in Norwegen, oder wenn wir das Gefühl haben, am Ende läuft die Zeit weg, werden wir deutlich besser. Das ist das Thema, dem wir uns widmen sollten.“
Waldemar Anton (in der Mixed Zone): „Wir haben aktuell im letzten Drittel unsere Dinge, die wir nicht gut machen, wo wir einfach eine falsche Entscheidung treffen. Das kann man aber gut aufarbeiten, gut analysieren. Deswegen muss man da einfach ruhig bleiben. Wie gesagt, wir haben eine junge Mannschaft. Das werden wir aufarbeiten und dann noch besser machen. Das ist eine Erfahrung, die wir gerade machen, alle gemeinsam. Wir müssen und die Dinge wieder erkämpfen und erarbeiten. Das Quäntchen Glück, was dann auch im letzten Drittel fehlt, musst du dir erarbeiten. Das werden wir in den nächsten Tagen machen.“
Gregor Kobel (bei Sky): „Wir haben es zu wenig geschafft, den Gegner vor mehr Probleme zu stellen, ihn zu stressen, mehr die Tiefe zu attackieren, einfach immer wieder mal gefährlich zu werden. Das hat uns heute gefehlt. Am Ende hast du dann ein 0:0, und das ist bitter und tut weh.“
Aufgezeichnet von Mats-Yannick Roth und Boris Rupert
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