Vorbericht
Kovac will den Saisonstart nach zwei Zu-Null-Siegen vergolden
Ausgangslage
Der BVB blickt auf zufriedenstellende Tage zurück. Dem verdienten 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV zum Bundesliga-Auftakt folgte am Dienstagabend das standesgemäße 5:0 im DFB-Pokal beim HEBC. Großer Wermutstropfen war allerdings die schwere Knieverletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias (Kreuzbandriss) in seinem ersten Bundesliga-Spiel.
Am Samstag steht nun das erste Auswärtsspiel in der Bundesliga-Saison 2026/27 auf dem Plan, das die Schwarzgelben in den Kraichgau führen wird. Die TSG Hoffenheim kassierte beim Auftakt eine bittere 2:3-Niederlage beim 1. FC Köln. Zweimal lag die Mannschaft von Cheftrainer Christian Ilzer in Köln in Führung, stand nach 90 Minuten trotzdem mit leeren Händen da. Während der BVB seinen Saisonstart mit dem dritten Zu-Null-Sieg in Folge vergolden kann, will Hoffenheim einen völligen Fehlstart in das neue Spieljahr noch abwenden.
BVB-Coach Kovac betonte im Vorfeld die Bedeutung der Aufgabe in Sinsheim: „Der Start in eine Saison ist immer sehr wichtig, man muss ins Rollen kommen. Das gilt für alle Mannschaften, für uns natürlich auch. Wir fahren nach Sinsheim, um das Spiel zu gewinnen.“
Personal
Mit Giannis Konstantelias, Emre Can (beide nach Kreuzbandrissen) und Nico Schlotterbeck (Sprunggelenk) stehen drei Langzeitausfälle nicht im Kader der Borussia. Letzterer kehrte in dieser Woche immerhin auf den Trainingsplatz zurück. Außerdem fehlt Samuele Inacio rotgesperrt.
Ansonsten konnte Niko Kovac vermelden, dass gleich drei weitere Rekonvaleszenten zuletzt wichtige Fortschritte machten und wenigstens teilweise wieder mit der Mannschaft trainierten. Neben den beiden 17-jährigen Jungprofis Mussa Kaba und Enzo Dos Santos galt das auch für Ramy Bensebaini, der rund zwei Wochen lang mit einer Rippenprellung ausgefallen war.
Sein Pflichtspiel-Debüt für den BVB stellte Kovac derweil Neuzugang Ethan Nwaneri in Aussicht. „Er ist ein fitter Spieler, der theoretisch und vielleicht auch praktisch sofort spielen könnte. Er hat technische Fähigkeiten, die sind sehr gut, das haben wir im Training schon beobachten können. Ich bin sehr zufrieden“, berichtete der BVB-Trainer von starken ersten Eindrücken des jungen Briten.
Weitere Einzelheiten zu den BVB-Personalien
Gegner
Die TSG Hoffenheim hat 2025/26 ihre beste Saison seit acht Jahren hinter sich und kehrte in den Europapokal zurück. Auch das bislang letzte Duell mit Borussia Dortmund konnte Hoffenheim für sich entscheiden, gewann im April nach einem Elfmetertor von TSG-Rekordtorschütze Andrej Kramaric in der achten Minute der Nachspielzeit mit 2:1.
BVB-Cheftrainer Niko Kovac will für die Niederlage vor fünf Monaten unbedingt Revanche nehmen, warnte aber gleichzeitig vor der Spielstärke des Gegners und lobte die Arbeit von Trainerkollege Christian Ilzer ausdrücklich: „Man sieht, wie wichtig es ist, jemandem auch die Zeit zu geben, um gewisse Sachen zu implementieren. Dass man eine, oder auch mehrere Transferperioden Zeit hat, gewisse Dinge auszutauschen und verändern zu können. Der Fußball, der in Hoffenheim gespielt wird, ist sehr intensiv und sehr aggressiv und vertikal."
Der 54-Jährige bezeichnete Hoffenheim als „eine Mannschaft, die sehr viel laufen kann und aggressiv verteidigt“. Zwar habe die TSG das erste Spiel in Köln verloren, doch für Kovac steht fest: „Es sind gegen Hoffenheim immer enge Spiele, da geht es um Kleinigkeiten und darum, wer sein Spiel mehr durchdrücken kann als der Gegner. Ich hoffe, dass wir das sind. Wir haben nach dem guten Start gegen den HSV Wind im Rücken und wollen das auch nutzen.“
0:0 quasi ausgeschlossen
Borussia Dortmund und Hoffenheim haben mittlerweile schon 39-mal im DFB-Pokal und in der Bundesliga gegeneinander gespielt. Ein einziges Mal endete die Partie torlos, nämlich beim ersten Bundesliga-Gastspiel der Hoffenheimer überhaupt beim BVB im Februar 2009. Damals standen sich Jürgen Klopp und Ralf Rangnick als Cheftrainer gegenüber, für Dortmund standen unter anderem Roman Weidenfeller, Patrick Owomoyela und ein gewisser Dede im Kader.
Mats-Yannick Roth
Keine BVB-News mehr verpassen: Hinterlege bvb.de als bevorzugte Quelle bei Google und bleibe immer am Ball.