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Horst Köppel feiert seinen 75. Geburtstag

Einer der angenehmsten Zeitgenossen im „verrückten Zirkus Profifußball“ feiert am 17. Mai seinen 75. Geburtstag. Die Rede ist von Horst Köppel, der in seiner langen Karriere als Spieler und Trainer ausschließlich Titel mit Borussen gewann.

Der gebürtige Stuttgarter, der von 1966 bis 1968 und von 1971 bis 1973 für den VfB Stuttgart insgesamt 124 Bundesligaspiele bestritt und dabei 44 Tore erzielte, holte mit Borussia Mönchengladbach in der Zeit von 1968 bis 1971 und von 1973 bis 1979 sage und schreibe fünf Meistertitel sowie 1975 und 1979 jeweils den damaligen UEFA-Pokal. In 184 Bundesliga-Spielen für die „Fohlen“ traf er 39-mal ins Schwarze und gehörte somit zu den erfolgreichsten Stürmern früherer Jahre. Der elfmalige Nationalspieler beendete nach einem Gastspiel in Vancouver 1981 seine aktive Laufbahn beim 1. FC Viersen.

Der Schwabe gelangte nach Stationen als Trainer – unter anderem in Bielefeld und Uerdingen – 1988 zur Dortmunder Borussia, wo er im ersten Jahr auf Anhieb den DFB-Pokal gewann. „Die Stimmung in Berlin mit den großartigen Fans und die Rückkehr nach Dortmund mit dem Pokal bleiben mir immer in bester Erinnerung.“ Immer wieder gerne blickt der Jubilar zurück auf den 24. Juni 1989 und den überraschenden 4:1-Erfolg über den damaligen Favoriten Werder Bremen sowie den Umzug am Tag darauf vom Flughafen Dortmund in die Innenstadt. In den drei Jahren als Chefcoach der Schwarzgelben gewann Köppel viele Freunde, weil er auch neben dem Spielfeld ein äußerst angenehmer Mensch war (und ist). So wurde im Trainingslager auch schon einmal das Akkordeon ausgepackt, um fröhliche Lieder zu schmettern.

Nach Trainerstationen in Düsseldorf, Innsbruck, Frankfurt (Co-Trainer) und in Japan (bei den Urawa Red Diamonds) kehrte er zurück zum BVB, wo er abermals drei Jahre – dieses Mal als Trainer der „Amateure“ (heute U23) – wirkte. Hier schaffte er im ersten Jahr mit einer ganz jungen Mannschaft den Aufstieg in die damalige Regionalliga Nord. Danach zog es ihn zurück an seinen Wohnort Mönchengladbach. Als Amateur-, Interims- und Cheftrainer brachte er den berühmten Bökelberg und die Anhänger der dortigen Borussia ein uns andere Mal zum Beben. Dass Horst Köppel von 1984 bis 1987 als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft arbeitete, passt nur zu gut in das erfolgreiche Bild.

Und dennoch müssen wir an dieser Stelle einen Tag im Leben des Horst Köppel erwähnen. Es war der 6. November 1982. Im damaligen Westfalenstadion trat er mit seinem Verein Arminia Bielefeld beim BVB an. Und die ging durch Frank Pagelsdorf, der später zu den Schwarzgelben wechselte, mit 1:0 in Führung. Manni Burgsmüller glich zum 1:1. aus. Und dann brach in der zweiten Halbzeit ein Tor-Ungewitter über Köppels Mannschaft herein, welches zum Endstand von 11:1 führte. Borussia Dortmunds höchster Sieg in der Bundesliga!

Der Fußball lässt den Mittsiebziger nicht los. Zu den Heimspielen seiner Gladbacher ist er eigentlich immer auf der Tribüne. Seine zweite Liebe, die zur Dortmunder Borussia, behält er natürlich auch immer im Auge. Verbindungen bestehen weiterhin. „Durch das Golfen bin ich öfter mit Nobby in Kontakt“, erzählt  Köppel. Und dieser „Nobby“ Dickel hat ihm ja damals mit zwei legendären Treffern in Berlin zum Pokal-Triumph verholfen.

Lieber Horst, wir wünschen Dir alles Gute zu Deinem Ehrentag! Bleib so wie Du bist – ein freundlicher Mensch!

Fritz Lünschermann
(Vorsitzender des Ältestenrats)

BVB-TV by 1&1: Happy Birthday, Horst Köppel!

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