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Nachbericht

BVB schreibt Kopfballgeschichte – Ryerson: drei Jahre in 90 Minuten

Erstmals seit 2023 hat Borussia Dortmund in der Bundesliga sechsmal hintereinander gewonnen. Der Vorsprung auf einen „Nicht-Champions-League-Platz“ wird auch am Sonntag, nach Abschluss der 22. Runde, mindestens 09 Punkte betragen. Das ist beruhigend – aber kein Ruhekissen. Niko Kovac schaut auch nach dem 4:0-Erfolg gegen Mainz weiterhin „in den Rückspiegel“.

Die Reporterin hakte nochmal nach am späten Freitagabend, als die Tabelle einen (tatsächlich nur bis Samstag) auf drei Punkte reduzierten Rückstand auf den Tabellenführer ausspuckte. „Sie sind nicht die Erste. Nein, ich bleibe aber dabei: Wir schauen in den Rückspiegel, weil die anderen Mannschaften auch gut und erfolgreich spielen“, betonte Niko Kovac und fügte hinzu: „Wenn wir es geschafft haben, uns definitiv für die Champions League zu qualifizieren, und es bleibt noch etwas übrig (an Spieltagen, d. Red.), dann können Sie sicher sein, dann werde ich mitgehen. Aber im Moment wollen wir nach hinten schauen und die Punkte holen, die wir brauchen, damit wir ruhig in die Champions League kommen.“

Die Ergebnisse am Samstagnachmittag gaben Kovac recht, und die direkten Konkurrenten Stuttgart und Leipzig sind in ihren Heimspielen am Samstagabend bzw. Sonntagnachmittag auch keine Außenseiter. Es bleibt ein Rennen auf hohem Niveau. 51 BVB-Punkte aus 22 Spielen sind hochgerechnet auf eine gesamte Saison 79 Zähler – und wären, wenn sie erreicht würden, die zweitbeste Ausbeute der Vereinsgeschichte (81). Aber: Die Mannschaft von Niko Kovac muss sich in den kommenden Wochen noch mit der kompletten „Top-6“ der Liga auseinandersetzen.

Re-Live: Die Pressekonferenz mit Niko Kovac und Urs Fischer

Der Mainzer Trainer Urs Fischer, der mit seiner Mannschaft zuletzt in Leipzig gewonnen und in München einen Punkt mitgenommen hatte, bezeichnete „die Standards“ als das, was Borussia besser gemacht habe als der FCB oder Leipzig. „Das ist ein wichtiger Bestandteil des Fußballsports“, bemerkte Niko Kovac: „Also muss man das mit ins Repertoire nehmen. Das kann ein Dosenöffner sein.“ In fünf der jüngsten sechs Ligaspiele erzielte der BVB das 1:0 in Folge einer Standardsituation.

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Das 4:0 gegen Mainz geht als die „Ryerson-Festspiele“ in die Vereinschronik ein. Der Norweger bereitete alle vier Treffer per Flanke vor, dabei dreimal durch einen Eckstoß. War der fleißige, zweikampfstarke und robuste Schienenspieler in seinen ersten drei Bundesliga-Spielzeiten im Trikot von Borussia Dortmund insgesamt auf nur vier Torvorlagen gekommen, kam es bei ihm in dieser Saison förmlich zu einer „Explosion“. Ryerson steht nach seinem Torvorlagen-Viererpack gegen Mainz schon bei elf Vorlagen in dieser Saison. Der bislang letzte Dortmunder, der nach in einer kompletten Spielzeit auf so viele Assists kam, war Julian Brandt 2023/24 (elf); mehr schaffte zuletzt Raphael Guerreiro 2022/23 (damals mit zwölf ligaweit die meisten).

Nicht nur der Vorlagen-Viererpack von Julian Ryerson war bemerkenswert (zuletzt gelang dies einem Borussen, Pascal Groß, vor einem Jahr), sondern auch die Tatsache, dass erst zum sechsten Mal in der Geschichte der Fußball-Bundesliga vier Kopfballtore in einem Spiel fielen, zum ersten Mal alle vier Tore eines Spiels überhaupt!

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„Die zweite Halbzeit haben wir dann ordentlich runtergespielt, wohl wissend, dass wir in vier Tagen das nächste Spiel haben. Aber mit der Leistung bin ich zufrieden, mit der Art und Weise bin ich auch zufrieden“, so Kovac, der bereits auf das Play-off-Spiel in der UEFA Champions League gegen Atalanta Bergamo blickte.

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„Es gibt nur siegen oder fliegen…“

… sagt Niko Kovac vor dem Duell mit den Italienern: „Von daher wollen wir schon zusehen, dass wir dieses gute Ergebnis (das 4:0 gegen Mainz, d. Red.) mit ‘rübernehmen. Aber wir wissen natürlich auch, dass in der Champions League nochmal eine Schippe draufgesetzt werden muss. Jetzt kommt Atalanta, eine sehr unbequeme Mannschaft, die uns sicherlich physisch sehr fordern wird. Aber gut, mit dem Ergebnis heute hoffe ich, dass wir mit unseren Fans im Rücken am Dienstag ein gutes Spiel machen können.“
Boris Rupert

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