Borussia Dortmund hat sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen verschafft: Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League erreichte der BVB ein 1:1 (1:0) bei der PSV Eindhoven.

Aus Eindhoven berichtet Boris Rupert

Vor 33.500 Fans im ausverkauften Philips Stadion schoss der frühere PSV-Spieler Donyell Malen den BVB in der 24. Minute nach einer tollen Einzelaktion in Führung, doch nach zehn Minuten in Halbzeit zwei sorgte Luuk de Jong mit einem verwandelten Foulelfmeter für das 1:1.

Ausgangslage:   
Als Sieger der Gruppe F durfte der BVB zunächst auswärts beim Zweiten der Gruppe B antreten. Eindhoven hatten sich mit zwei Siegen (in Sevilla und zuhause gegen Lens), drei Unentschieden sowie einer Niederlage (0:4 bei Arsenal) für das Achtelfinale qualifiziert.

Personalien:   
Nach dem Aufwärmen musste Gregor Kobel wegen muskulärer Probleme passen. Alexander Meyer rückte zwischen die Pfosten. Stunden zuvor war schon Niklas Süle krankheitsbedingt ausgeschieden. Für ihn stand Mats Hummels erstmals in diesem Jahr in der Startelf. Im Vergleich zum Spiel in Wolfsburg gab es noch eine dritte Veränderung: Donyell Malen ersetzte zunächst Julian Brandt. Julien Duranville war erstmals seit Mai 2023 wieder dabei; Kjell Wätjen (18) zum ersten Mal überhaupt. Nicht mitgereist waren Karim Adeyemi, Sébastien Haller und Felix Nmecha.

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Taktik:   
Im 4-1-2-3 war die PSV sehr offensiv aufgestellt. Doch die Herangehensweise war zunächst eher vorsichtig. Ein Sturmlauf war es jedenfalls nicht, dem sich der im 4-2-3-1 aufgereihte BVB in Halbzeit eins erwehren musste. Wie in den vorangegangenen Ligaspielen rückte Maatsen im Aufbau von der linken Abwehrseite zu Sabitzer auf die Doppelsechs, während sich Can aus dieser Position zurückfallen ließ zwischen die beiden Innenverteidiger.

Spielverlauf & Analyse:
Auf seifigem Rasen, der den Akteuren beider Mannschaften sichtbar Probleme bereitete, hielt der BVB die PSV zunächst weitgehend fern vom eigenen Kasten und gab durch Malen aus 16 Metern sogar den ersten Schuss der Partie aufs Tor überhaupt ab (15.). Sekunden später aber die Gastgeber: Tillmann konnte nach de Jongs Zuspiel an der Strafraumlinie freistehend abziehen, schoss aber knapp am linken Pfosten vorbei.

In einer insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte führte eine Reus-Ecke zur ersten BVB-Chance, doch ein Niederländer stoppte Schlotterbecks Kopfball im Fünfmeterraum (20.). Dann die 24. Minute: Nach Sabitzers Zuspiel nahm Malen es halbrechts vorm Strafraum mit zwei Gegenspielern auf, setzte sich mit energischem Antritt durch, zog aus etwa acht Metern ab, leicht abgefälscht touchierte das Leder die Unterkante der Torlatte und landete zum 0:1 im Netz.

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Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten kam PSV stärker auf, und Borussia leistete sich insbesondere auf der linken Abwehrseite einige Schnitzer. Bakayoko schoss vorbei (37.), Saibari prüfte Meyer (40.). Schlotterbeck sah Gelb und fehlt im Rückspiel.

Eindhoven kam mit viel Elan aus der Kabine, doch die Dortmunder hielten dem Druck zunächst stand. In der 54. Minute klärte Hummels im Strafraum gegen Tillman, traf den Ball, erst danach den Gegner. Schiedsrichter Jovanovic zeigte auf den Punkt. Eine Fehlentscheidung, die jedoch einer Video-Überprüfung standhielt. Meyer ahnte die Seite, doch der Schuss von de Jong flach ins linke Eck war zu platziert (56.).

Den Schwarzgelben gelang es, Eindhoven die aufkommende Euphorie aus den Segeln zu nehmen. Ryerson und Hummels machten hinten einen klasse Job! Bis zur nächsten Gelegenheit für die Gastgeber dauerte es bis zur 81. Minute, der ging erneut eine Fehlentscheidung voraus (Foul an Malen nicht geahndet), doch Meyer war auf dem Posten, parierte Dests Schuss aus spitzem Winkel.

Ausblick:   
Das Rückspiel wird am Mittwoch, 13. März, um 21 Uhr im SIGNAL IDUNA PARK angepfiffen. Zunächst geht es für den BVB am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim weiter.

Teams & Tore

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UEFA Champions League, Achtelfinale, Hinspiel
PSV EINDHOVEN – BORUSSIA DORTMUND 1:1 (0:1)

PSV Eindhoven: Benitez – Teze, Schouten, Boscagli (90. Obispo), Dest – Veerman – Tillman, Saibari (83. Mauro Júnior) – Bakayoko, de Jong, Lozano (75. Pepi)
Bor. Dortmund: Meyer – Ryerson, Hummels, Schlotterbeck, Maatsen – Sabitzer, Can – Malen (82. Özcan), Reus (62. Brandt), Sancho (68. Wolf) – Füllkrug (82. Moukoko)
Bank: Drommel, Waterman; Sambo, Ramalho, Babadi, van Aanhol – Lotka, Bensebaini, Duranville, Wätjen, Bynoe-Gittens, Bamba
Tore: 0:1 Malen (24., Sabitzer), 1:1 de Jong (56., Foulelfmeter, Hummels an Tillman),  
Eckstöße: 4:4 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 4:2 (2:2)
Schiedsrichter: Jovanovic (Serbien), Gelbe Karten: Lozano – Maatsen, Schlotterbeck
Zuschauer: 33.500 (ausverkauft), Wetter: trocken, 9 Grad