Noch in der Nacht zum Mittwoch fuhr die Mannschaft im Bus zurück nach Dortmund. Nach dem 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League beginnt am Mittwochmittag bei der Trainingseinheit in Brackel die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim.

Die Partie in Eindhoven brachte drei Erkenntnisse: Die eigene Leistung, vor allem die im eigenen Ballbesitz, ist ausbaufähig. Im Rückspiel in drei Wochen will und wird sich der BVB anders präsentieren: „Zu Hause im Signal Iduna Park, Champions League, 21 Uhr, sind wir nicht zu schlagen“, verspricht Nico Schlotterbeck. Zweitens: Die PSV Eindhoven, die die holländische Eredivisie in diesem Jahr so klar beherrscht, wäre schon gestern im Philips Stadion bezwingbar gewesen. „Ich habe heute ein schlagbares Eindhoven gesehen“, merkte Mats Hummels an. Und drittens: Ein Blick in die Vereinschronik zeigt: In bisher acht von neun Fällen hat einen Auswärts-Remis im Hinspiel zum Weiterkommen gereicht. Die einzige Ausnahme erlebte Borussia Dortmund im Halbfinale des UEFA-Pokals 1994/95, als ein 2:2 in Italien nicht reichte, ein – allerdings stark ersatzgeschwächter – BVB sich zuhause mit 1:2 gegen Juventus Turin geschlagen geben musste.

Die Schwarzgelben gaben sich nach dem gerechten, hart erarbeiteten und mit zu vielen Fehlern behafteten 1:1 in Eindhoven vor der Abfahrt nach Hause selbstkritisch. „Mir sind einige Sachen ganz gut gelungen, aber ganz ehrlich: Ich hätte einige Sachen besser lösen müssen“, sagte Torschütze Donyell Malen, dessen Mut belohnt wurde, als er den Zweikampf mit gleich zwei Gegenspielern wagte und zur BVB-Führung einschoss. Der starke Rechtsverteidiger Julian Ryerson, der in Dest und Lazano zwei Gegenspieler hatte, betonte: „Es war mehr drin. Wir sind selber schuld, dass es nur 1:1 ausging.“

Dieses Ergebnis ist aber dennoch eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel. Donyell Malen: „Es wird eine große Champions-League-Nacht. Wir spielen zuhause und haben das ganze Stadion hinter uns.“
Boris Rupert