Borussia Dortmunds U19 hat eine gute Reaktion auf das Ausscheiden in der UEFA Youth League gezeigt und das Bundesligaspiel gegen den Wuppertaler SV mit 7:1 gewonnen. Die Tore in der im zweiten Durchgang einseitigen Partie erzielten Paris Brunner, Kjell Wätjen (beide 2), Alexander Niziolek, Vincenzo Onofrietti und Ousmane Diallo. Die Gäste hatten zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen.

„Ich muss den Jungs ein Riesen-Kompliment aussprechen. Sie haben jetzt 14 von 15 Bundesligaspielen gewonnen, und das trotz unserer angespannten personellen Situation. Wir hatten nicht einmal den Kader voll besetzt“, erklärte Mike Tullberg, der erneut improvisieren musste. Neben dem verletzten Filippo Mane fehlten der gesperrte Cole Campbell sowie der erkrankte Rafael Lubach.

Niko Adamczyk rückte neben Tyler Meiser und Leonardo Garcia Posadas in die Dreier-Abwehrkette, William Rashidi und Jaden Korzynietz agierten auf den Schienenpositionen. Kjell Wätjen, Vincenzo Onofrietti und Danylo Krevsun bildeten das zentrale Mittelfeld. Vorne stürmten Alex Niziolek und Paris Brunner. In der 58. Minute wechselte der BVB frisches Personal ein: Elias Benkara kam für Adamczyk, die Außen-Positionen übernahmen Almugera Kabar und und Ousmane Diallo für Korzynietz und Rashidi. Außerdem ersetzte Marlon Ubani ab der 70. Minute Torschütze Niziolek.

Im Spiel erwischte der BVB einen Traumstart: Wuppertals Torhüter Emil Metz foulte Alex Niziolek, den fälligen Elfmeter verwandelte Paris Brunner humorlos zur 1:0-Führung (2. Minute). Die Wuppertaler, die zuletzt einige beachtliche Ergebnisse erzielt hatten, zeigten sich allerdings wenig beeindruckt, spielten mutig nach vorn und erzielten durch Emirhan Ünal (19.) den nicht unverdienten Ausgleich. „Wir hatten etwas Probleme, ins Spiel zu kommen, haben es danach aber richtig gut gemacht“, resümierte Tullberg.

Kjell Wätjen Vorbereiter und Torschütze

In der Tat hatten sich die Borussen immer besser auf den Gegner eingestellt, den Druck auf das gegnerische Tor erhöht und sich gute Chancen herausgespielt. Alex Niziolek, der zuvor noch am gut reagierenden Metz gescheitert war (21.), traf nach Vorarbeit von Brunner in der 32. Minute zum 2:1. Der unermüdliche Danylo Krevsun (Tullberg: „Gefühlt hat er in der letzten Woche vier Marathonläufe bestritten“) fand in bester Abschluss-Position ebenso wie Vincenzo Onofrietti im wachsamen WSV-Schlussmann Metz seinen Meister (43./45. Minute).

Nach dem Wechsel erhielt das BVB-Spiel noch mehr Struktur, die Mannschaft provozierte gegnerische Abwehrfehler – und nutzte sie. Kjell Wätjen erhöhte nach Onofriettis Hereingabe auf 3:1 (48.), und die Partie war nach dem 4:1 durch Paris Brunner in der 70. Minute entschieden. Die Vorarbeit hatte der erneut überragende Mittelfeld-Antreiber Kjell Wätjen geleistet.

Die Mannschaft profitierte in der Schlussphase, als Wätjen (78.), Onofrietti (85.) und Diallo (87.) das Ergebnis in die Höhe schraubten, vom frischen Personal und schaltete trotz des komfortablen Vorsprungs nicht in den Verwaltungsmodus um. „Das war unmittelbar nach der Winterpause das dritte Spiel in einer Woche, aber die Jungs sind gierig geblieben“, freute sich Mike Tullberg.

Jetzt dürfen sie ein paar Tage regenerieren, bevor die Vorbereitung auf die nächste „englische Woche“ beginnt: Sonntag gastiert Schwarzgelb bei Viktoria Köln, danach steht das Nachholspiel beim FC Schalke 04 an (Mittwoch, 21. Februar, 18.30 Uhr), zum Abschluss kommt Arminia Bielefeld ins BVB-Nachwuchsleistungszentrum (Sonntag, 25. Februar, 11 Uhr).

BVB: Lisewki – Adamczyk (58. Benkara), Meiser, Posadas – Rashidi (58. Diallo), Onofrietti, Wätjen, Krevsun, Korzynietz (58. Kabar) – Niziolek (70. Ubani), Brunner.

(wiwi)