Vorbericht
Handballerinnen peilen in Montenegro wichtige Auswärtspunkte an
Ausgangslage
Der BVB will in die Play-offs. Doch um den begehrten Platz sechs zu erreichen, benötigen die Borussinnen noch mindestens zwei Siege aus den fünf ausstehenden Gruppenspielen. Die drei kommenden Partien bei Buducnost in Podgorica am Samstag, bei Storhamar Handball Elite (25.1.) und bei DVSC Schaeffler (7.2.) bieten dafür wichtige Chancen. Danach folgen noch die beiden letzten Gruppenspiele gegen den Tabellenzweiten Metz Handball (15.2.) und beim Tabellenführer Györi Audi ETO KC (22.2.).
„Noch ist alles drin, um die Play-offs zu erreichen. Aber wir müssen bei Buducnost punkten. Wenn nicht, wird’s schwierig. Allerdings gilt das nicht nur für uns, sondern auch für den Gegner“, sagt Borussen-Trainer Henk Groener. Das Hinspiel in Dortmund endete mit 30:24 für den BVB. „Das war ein Kampf über 60 Minuten. Genau das erwarte ich auch jetzt für das Rückspiel“, so der BVB-Coach.
Positiv eingestellt ist auch Dana Bleckmann: „Natürlich rechnen wir uns dort Chancen aus, sonst hätten wir in der Champions League erst gar nicht antreten müssen. Wir versuchen, die gute Stimmung aus dem Zwickau-Spiel mitzunehmen. Ich bin überzeugt davon, dass wir in Montenegro etwas holen können.“
Personal
Die Situation hat sich gegenüber den Spielen gegen Esbjerg und am Mittwoch gegen Zwickau nicht verändert. Alicia Langer, Lena Hausherr, Lara Müller und Lois Abbingh sind weiter verletzt. Wobei Alicia Langer auf einem guten Weg ist, wie Henk Groener sagt: „Allerdings wird sie in diesem Monat mit Sicherheit nicht zum Einsatz kommen.“ Maraike Kusian hat ihre Grippe überwunden, nimmt wieder am Training teil und wird auch mit nach Montenegro fliegen.
Gegner
Bis kurz vor Ende der Hinrunde stand Budućnost nicht im Fokus der Play-off-Kandidaten, hat aber zuletzt mit zwei bemerkenswerten Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Esbjerg erkämpfte sich Buducnost ein 34:34-Unentschieden. Und vor einer Woche beim Gastspiel im rumänischen Bistrita gewann die Mannschaft mit 38:34. Das Team besteht aus zahlreichen Spielerinnen der Nationalmannschaft Montenegros, dazu kommen einige Athletinnen aus Polen, Frankreich, Bulgarien und Serbien. Als stärkste Spielerinnen hat Henk Groener Rückraum-Mitte-Spielerin Itana Grbic und die 1,82 m große Tanja Ivanovic auf Rückraum rechts ausgemacht. Dazu kommen in Jelena Radivojevic (Rückraum links) und Elena Mitrovic zwei torgefährliche Außen.
Torwarttrainerin Clara Woltering …
… hat beste Erinnerungen an ihre Zeit in Montenegro. Woltering spielte ab der Saison 2011/12 für Buducnost und gewann in vier Jahren viermal die montenegrinische Meisterschaft, viermal den montenegrinischen Pokal sowie zweimal die EHF Champions League. Von Juli 2015 stand sie wieder beim BVB im Tor, seit 2019 ist sie Torwarttrainerin der Schwarzgelben. Erst im Sommer des vergangenen Jahres wechselte Torfrau Teodora Roncevic aus Podgorica nach Dortmund. Die 19-Jährige kommt überwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz.